JobPerspektive
Die Konjunktur zieht an. Die Arbeitslosigkeit geht stetig zurück. Auch die Zahl der Langzeitarbeitslosen ist zurückgegangen.
Diese positive Entwicklung auf dem Arbeitsmarkt löst jedoch nicht alle Probleme, sie kommt nicht bei allen Arbeitslosen an. Für viele Langzeitarbeitslose besteht aktuell und mittelfristig keine Chance auf Integration in den regulären Arbeitsmarkt.
Wir können und werden das nicht hinnehmen. Wir haben uns immer dafür eingesetzt, dass diese Menschen eine Perspektive bekommen. Mit der JobPerspektive geben wir den Menschen neue Chancen. Es geht um Personen, die nach realistischer Erwartung innerhalb der nächsten 24 Monate keine Chance auf dem regulären Arbeitsmarkt haben, schon 12 Monate arbeitslos waren und zwei weitere Vermittlungshemmnisse aufweisen. Klar ist: Wir haben uns mit der JobPerspektive deutlich gegen den Ausbau des Niedriglohnsektors entschieden. Dies hätte nur in die Sackgasse geführt.
Mit der JobPerspektive werden wir dauerhafte sozialversicherungspflichtige Beschäftigungsmöglichkeiten mit Beiträgen zur Kranken-, Pflege- und Rentenversicherung für Langzeitarbeitslose schaffen, die tariflich oder ortsüblich entlohnt werden. Es werden Tätigkeiten im gewerblichen Bereich genauso gefördert wie Tätigkeiten bei Integrationsunternehmen, sozialen Betrieben oder aber im Sozialbereich. Das ist ein entscheidender Durchbruch, um Langzeitarbeitslosen eine Perspektive zu geben. Der Beschäftigungszuschuss bietet 100.000 Chancen auf Teilhabe am Arbeitsleben und in der Gesellschaft. Die Entscheidung über die Förderung trifft der Fallmanager vor Ort. Der Beschäftigungszuschuss kann bis zu 75 Prozent des Arbeitsentgeltes betragen.
Die Menschen, um die es geht, müssen die Perspektive auf Integration in eine ungeförderte Beschäftigung behalten. Begleitende Hilfen wie zum Beispiel Weiterbildungsmaßnahmen oder psychosoziale Dienstleistungen, das heißt zum Beispiel Schuldnerberatung, sind daher unerlässlich. Sie sind Teil des Förderpaketes.
Dokumente:Interview mit Klaus Brandner zur JobPerspektive
Als „schwer vermittelbar“ werden Arbeitsuchende eingestuft, die dem Takt moderner Produktionsprozesse nicht mehr gewachsen sind. Mit der Job-Perspektive sollen die Chancen für diese Menschen verbessert werden. Klaus
Brandner, Staatssekretär im Bundesministeriumfür Arbeit und Soziales, erläutert im Interview, wie die Chancen für schwer vermittelbare Arbeitssuchende durch den neuen, „JobPerspektive“ genannten Zuschuss an die Unternehmen verbessert werden können.
Download
Fragen und Antworten zur Jobperspektive
Der langfristige Beschäftigungszuschuss „JobPerspektive“ wendet sich an Arbeitgeber mit sozialer Verantwortung. Er soll die Unternehmen zur Einstellung von Arbeitsuchendenmotivieren, die auf dem Arbeitsmarkt wenig Chancen haben. Hier die wichtigsten Fragen und Antworten zur neuen Förderleistung.
Download