Bessere Chancen für Jugendliche auf dem Arbeitsmarkt
Um jungen Menschen auf dem Arbeitsmarkt, bei der Entscheidung für eine Ausbildung, ein Studium und auch bei der Familiengründung eine Perspektive zu eröffnen, sind alle Entscheidungsträger gefordert. Angesprochen sind nicht nur Bundesregierung und Bundesagentur für Arbeit, sondern auch Kommunen und Länder, Arbeitgeber und Gewerkschaften, Erzieher/innen und Lehrer/innen. Es geht um eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe.
Konkrete Unterstützung durch Hartz IV
Der Zugang zu Ausbildungs- und Arbeitsmarktchancen für junge Menschen hat oberste Priorität. Jugendliche sollen in Deutschland mit Zuversicht in ihre Zukunft blicken können. Hartz IV sieht vor, hilfebedürftigen Jugendlichen unter 25 Jahren unverzüglich eine Ausbildung, Arbeit oder eine Arbeitsgelegenheit anzubieten. Der Vermittlung von beruflichen Kenntnissen und Fähigkeiten kommt hierbei eine besondere Bedeutung zu. Gleich zu Beginn des Unterstützungsprozesses werden Eingliederungsvereinbarungen abgeschlossen, die sowohl das Fördern als auch das Fordern verbindlich festlegen.
Was wir bisher erreicht haben
Die rot-grüne Bundesregierung hat auch mit der Agenda 2010 einen Schwerpunkt auf Bildung und Innovation gelegt und seit 1998 die Bildungspolitik als eine zentrale Aufgabe wahrgenommen. Und sie hat mit der Agenda 2010 die Reformen am Arbeitsmarkt in ein Gesamtkonzept eingebettet. In dem Antrag werden u.a. folgende die Maßnahmen aufgeführt:
• Im Jahresdurchschnitt 2004 hat die Bundesagentur für Arbeit mit rund 587.000 Teilnehmern an arbeitsmarktpolitischen Maßnahmen die Arbeitsmarktchancen für junge, ausbildungs- und arbeitssuchende Menschen verbessert.
• Die Bundesagentur hat mit den lokalen Akteuren vor Ort das Aktionsprogramm zur Bekämpfung der Jugendarbeitslosigkeit und die Vorschläge aus dem 8-Punkte-Plan für Jugendliche unter 25 Jahren umgesetzt.
• Durch das Sicherstellen von genügend qualifiziertem Personal insbesondere für Jugendliche wird in Bedarfsgemeinschaften eine intensive Betreuung im Verhältnis von 1: 75 gewährleistet.
• Die Kommunen werden durch den Bund um insgesamt 2,5 Mrd. Euro entlastet, können wieder investieren und damit Arbeitsplätze schaffen.
• Die Bundesregierung unterstützt mit dem Investitionsprogramm "Zukunft Bildung und Betreuung" die Länder in den Jahren 2003 bis 2007 mit insgesamt vier Milliarden Euro beim Auf- und Ausbau des Ganztagsschulangebotes.
• Mit dem Tagesbetreuungsausbaugesetz wurden die Voraussetzungen für den deutlichen Ausbau des Betreuungsangebotes für Kinder unter drei Jahren geschaffen.
• Mit der Reform des Berufsbildungsgesetzes und der Handwerksordnung wurde das duale Berufsausbildungssystem modernisiert und die Qualität der Berufsbildung verbessert.
• Der von Wirtschaft und Bundesregierung unterzeichnete Ausbildungspakt hat die Ausbildungsbilanz verbessert: Bis zum 30. September 2004 wurden 573.000 neue Ausbildungsverträge abgeschlossen.
• Mit der BAföG-Reform ist die Förderung von 1998 bis 2003 fast verdoppelt worden: von 1,2 auf 2,03 Milliarden Euro für eine Zahl von Geförderten, die von 341.000 auf 505.000 im Jahresdurchschnitt anwuchs.
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