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Pressemitteilung:

Kreis Gütersloh, 05. April 2011

Brandner bei Minenräumung in Kambodscha vor Ort

SPD-Bundestagsabgeordneter: „Deutschland Vorbild in humanitärer Hilfe“
Oberst a.D. Peter Willers von der Minenräumeinheit DU 6 erklärt dem Gütersloher Abgeordneten Klaus Brandner seinen Job.
Der Gütersloher Bundestagsabgeordnete Klaus Brandner reiste in der vergangenen Woche in seiner Funktion als Berichterstatter für den Haushalt des Auswärtigen Amtes nach Kambodscha. Deutschland stellt seit 1994 erhebliche Mittel für Minenräumprojekte zur Verfügung. Klaus Brandner machte sich vor Ort ein Bild über die sachgerechte Verwendung der Mittel und hatte die Möglichkeit den Experten bei der Minensuche und Kampfmittelräumung über die Schulter zu schauen.

Die Minenräumer in Kambodscha suchen und beseitigen die schrecklichen Hinterlassenschaften von 30 Jahren Krieg, der das Land gebeutelt hat. Das traurige Erbe unterschiedlicher Konflikte sind zahlreiche Minenfelder. Kambodscha gilt als eines der am stärksten verminten Länder der Welt. „Jedes Jahr werden hunderte von Menschen Opfer von Minen“, schildert Klaus Brandner diese gefährliche Lage. Obwohl die Bevölkerung sich der stetigen Minengefahr bewusst ist, zwingt die Landknappheit sie dennoch dazu, potentiell verminte Flächen landwirtschaftlich zu nutzen. Dadurch verursachte Unfälle fordern zahlreiche Opfer. „In besonders betroffenen Gebieten wird jeder Schritt abseits befestigter Straßen zu einem unkalkulierbaren Risiko“, erläutert der Gütersloher Abgeordnete. „Die Angst vor Landminen beeinträchtigt das Leben von Menschen und ganzen Gemeinden. Wir können uns so eine tägliche Bedrohung in Deutschland gar nicht vorstellen.“
Dank der Anstrengungen der internationalen Gemeinschaft wurde das Problem erheblich eingegrenzt: „Seit 1994 hat allein das Auswärtige Amt rund 13,2 Millionen Euro für Minenräumprojekte in Kambodscha zur Verfügung gestellt“, berichtet Brandner. „Deutschland ist mit seinem Engagement Vorbild in humanitärer Hilfe.“ Im Rahmen seiner Reise besuchte er verschiedene Projekte zur Minenräumung und ließ sich die Arbeit der Experten vor Ort erklären. „Es war wirklich sehr beeindruckend, wie professionell hunderte von Kambodschanern - unter der Leitung von Oberst a.D. Willers - ihrer gefährlichen Arbeit nachgehen“, so Klaus Brandner.
Allein 2010 unterstützte das Auswärtige Amt Minen- und Kampfmittelräumungen in 20 betroffenen Ländern mit 16,3 Millionen Euro und leistet damit einen wichtigen Beitrag. „Auf der einen Seite habe ich den Eindruck gewonnen, wie wichtig Projekte zur Minen- und Kampfmittelräumung sind. Andererseits ist aber eine strenge Kontrolle hinsichtlich der Rüstungsexportpraxis dringend geboten“, ist Brandner überzeugt.


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