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Pressemitteilung:

Herzebrock, 04. Mai 2011

Spezialbeton reduziert Kosten und Rohstoffabhängigkeit

Herzebrocker Maschinenbau-Unternehmen Weeke erhält Förderung vom Bundeswirtschaftsministerium
Betriebsratsvorsitzende Martina Herold; Geschäftsführer Manfred Beuse u. Hugo Voß; Betriebsrat Jochen Meyer; Klaus Brandner (v.l.)
Beton als Ersatz für Stahl: Das Herzebrocker Unternehmen Weeke hat Spezialbeton entwickelt, um die Produktionskosten zu reduzieren. Dieses innovative Projekt zieht auch über den Kreis Gütersloh hinaus Aufmerksamkeit auf sich und wird über das Zentrale Innovationsprogramm Mittelstand (ZIM) des Bundeswirtschaftsministeriums gefördert. Der SPD-Bundestagsabgeordnete Klaus Brandner ist Berichterstatter für den Haushalt des Ministeriums. Er sprach mit den Weeke-Geschäftsführern Hugo Voß und Manfred Beuse.
Vor sechs Jahren stand Weeke-Geschäftsführer Hugo Voß mit einem Kollegen auf der Autobahn im Stau. Damals bedrohten hohe Stahlpreise die Wettbewerbsfähigkeit des Herzebrocker Maschinenbau-Unternehmens. „Die Zeit im Stau haben wir genutzt, um nachzudenken: Gibt es Alternativen zum Stahl?“, erzählt Voss heute. Die Idee, die den beiden Männern im Auto kam, ist so einfach wie revolutionär: Große Bauteile müssten durch einen günstigeren Werkstoff als Stahl ersetzt werden. Aus anderen Branchen war dafür Beton schon bekannt. Voß und sein Kollege trugen ihre Idee ins Unternehmen: „Wir haben angeregt, eine Betonmischung zu entwickeln, die bei gleicher Materialeignung günstiger ist“, beschreibt Voss.

Aus der Idee wurde ein Forschungsprojekt, das vom Wirtschaftsministerium gefördert wird. Klaus Brandner berichtet: „Rund 4,5 Millionen Euro für 42 Projekte fließen über das Programm ZIM an verschiedene Unternehmen aus dem Kreis Gütersloh.“ Bei Weeke bekam der Bundestagsabgeordnete einen Einblick in die Umsetzung eines besonderen Projektes aus diesem Programm: „Hier wird die Forschung an einem Werkstoff gefördert, der nicht nur preisgünstiger ist. Durch den Einsatz von Spezialbeton kann auch die zunehmende Knappheit und Abhängigkeit von Rohstoffen reduziert werden“, ist sich Brandner sicher.

Gemeinsam mit der Homag-Gruppe haben die Herzebrocker den Spezialbeton „Sorb Tech“ entwickelt: „Dieser Werkstoff erfüllt unsere Qualitätsansprüche und ist in der Herstellung 30 Prozent günstiger als Stahl“, erklärt Weeke-Geschäftsführer Manfred Beuse. Belohnt wurden sein Unternehmen und die Homag-Gruppe mit geringen Produktionskosten und höherer Wettbewerbsfähigkeit.

Brandner stellte bei seinem Besuch bei Weeke die Bedeutung von Innovation heraus: „Dass viele mittelständische Unternehmen aus der Region die Wirtschaftskrise so schnell überwunden haben, hat auch mit ihren durchdachten Produkten zu tun.“ Weeke exportiert 85 Prozent seiner Maschinen und muss tagtäglich im globalen Wettbewerb bestehen. „Nach dem schweren Auftragseinbruch durch die Finanzkrise haben wir wieder volle Auftragsbücher“, berichtet Beuse.


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