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Pressemitteilung:

Gütersloh, 02. Mai 2011

Mieles Erfolgsprinzip steht auf dem Spiel

Klaus Brandner unterstützt Miele-Betriebsrat im Kampf gegen Auslagerung der Logistiksparte
Miele-Betriebsratsvorsitzender Klaus Niebusch (v.l.), Klaus Brandner u. Vertrauenskörperleiterin Erika Mögelin wehren sich gegen die Ausgliederung der Miele-Logistiksparte.
Dass Miele seine Logistiksparte auslagern möchte, irritiert den Gütersloher SPD-Bundestagsabgeordneten Klaus Brandner. Die Kundgebung am 1. Mai nutzte der Abgeordnete, um dem Miele-Betriebsrat persönlich seine Solidarität auszusprechen. Er sprach mit dem Betriebsratsvorsitzenden Klaus Niebusch und Erika Mögelin, Sprecherin der IG Metall-Vertrauensleute. „Die geplante Auslagerung der Logistikabteilung bedroht die Arbeitsbedingungen der Arbeitnehmer und den nachhaltigen Erfolg des Gesamtbetriebs“, ist sich Brandner sicher.
Seit zwei Wochen wissen die 230 Beschäftigen in der Miele-Logistikabteilung, dass ihr Betrieb sie ausgliedern möchte. Weder die Arbeitsleistung in dem betroffenen Bereich noch die Auftragslage des Hausgeräteherstellers rechtfertigt diesen Schritt: Die Logistikabteilung bekam erst kürzlich von einer externen Hamburger Unternehmensberatung bescheinigt, dass sie effizient arbeitet. Das Unternehmen hat gefüllte Auftragsbücher und rechnet mit steigenden Umsätzen. Für Brandner und die Gewerkschafter in dem Betrieb ist die Situation eindeutig: „Eindeutig weil die Mitarbeiter bei Miele kreativ und gut arbeiten, hat das Unternehmen Erfolg. Für Kürzungen gibt es keinerlei Begründung“, stellt der Bundestagsabgeordnete fest.

Die Miele-Geschäftsführung plane mit der Auslagerung ihrer Logistiksparte auf Kosten der Arbeitnehmer zu sparen, betont Niebusch: „Die 230 Beschäftigten sollen länger arbeiten und weniger verdienen, das ist nicht fair.“ Bisher garantiert der IG Metall-Tarifvertrag den Miele-Logistikern eine 35-Stunden-Woche und festgelegte Sonderzahlungen. Einsparungen sind nur über einen Umweg zu erreichen: Die Arbeitnehmer in diesem Bereich würden einem anderen Unternehmen unterstellt, damit ein schlechterer Tarifvertrag gilt.

22 Millionen Euro in den nächsten 10 Jahren will die Miele-Geschäftsführung auf diesem Wege einsparen. Für Brandner ist das der falsche Weg: „Was die Geschäftsführung hier betreibt, ist Rosinenpickerei – und ist der Anfang vom Ende der Betriebseinheit.“ Gute Arbeit und eine faire Bezahlung machen für Brandner den Erfolg von Miele aus. Der Bundestagsabgeordnete hofft, dass Betriebsrat und Unternehmen zu einer einvernehmlichen Einigung kommen. Niebusch bezieht hier eine klare Position: „Die Geschäftsführung muss Abstand von ihren Auslagerungsplänen nehmen.“


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