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Pressemitteilung:

Bielefeld-Heepen, 12. Juli 2010

Arbeit gibt Sicherheit und Sinn

Bundestagsabgeordneter Klaus Brandner zu Gast beim SPD-Ortsverein Heepen
Die „Zukunft der Arbeit“ war das Thema der Ortsvereinsversammlung der SPD Heepen. Dazu gelang es Ortsvereinsvorsitzendem Thomas Euler den Bundestagsabgeordneten Klaus Brandner als Referent zu gewinnen. Brandners Arbeitsschwerpunkt war lange der Bereich Arbeit und Soziales, im dazugehörigen Ministerium war er bis zu den Bundestagswahlen im vergangenen Jahr Parlamentarischer Staatssekretär. Mit den Heepener Ortsvereinsmitgliedern sprach der Politiker detailliert und umfassend über die aktuelle Arbeitmarksituation, Leiharbeit, die Rolle von Mitbestimmung am Arbeitsplatz und die Herausforderungen der Zukunft.

„Einen Arbeitsplatz zu haben und seinen Lebensunterhalt zu verdienen, das gibt den Menschen mehr als nur Sicherheit, sondern hat auch mit Anerkennung und Sinn zu tun“, weiß Klaus Brandner aus eigener Erfahrung. Er selbst war lange IG Metall Bevollmächtigter und kämpft engagiert für gute Arbeit. Das sei für ihn Arbeit, die nicht krank mache, die fair bezahlt werde, bei der Weiterbildung unterstützt und der einzelne mit Respekt behandelt werde, nannte der Bundestagsabgeordnete ein paar Kriterien. „Trotz der Wirtschaftskrise sind die Arbeitslosenzahlen nicht drastisch gestiegen“, wies Klaus Brandner auf die erfolgreichen Aktivitäten der vergangenen Regierung hin. „Doch lassen wir uns nicht täuschen, das Tief der Krise ist längst nicht überwunden.“
Problemfelder über die der Arbeitsmarkexperte mit den Ortsvereinsmitgliedern sprach waren die Teilzeitarbeit, die befristeten Arbeitsverträge und die Zeitarbeit. „Sorgen macht mir außerdem die Entwicklung im Niedriglohnsektor, der in Deutschland zunimmt, mehr als fünf Millionen Arbeitnehmer erhalten Löhne unter 8 Euro“, schilderte Brandner. Im Zusammenhang damit ist die Zahl der „Aufstocker“ zu sehen, also derjenigen, die so wenig verdienen, dass sie staatliche Transferleistungen in Anspruch nehmen müssen. „All das zeigt, dass die Forderungen von uns Sozialdemokraten ganz aktuell sind“, findet der Abgeordnete aus dem Nachbarwahlkreis Gütersloh. „In Zeiten von unsicheren Arbeitsverhältnissen, Lohndumping und unauskömmlicher Beschäftigung gäbe es einiges für eine Regierung zun tun, um wieder Fairness auf dem Arbeitsmarkt zu ermöglichen.“
Dass sei aber wohl eher nicht das Ziel von Schwarz-Gelb, waren sich die Diskussionsteilnehmer einig. „In Anbetracht von im Vergleich zur Vergangenheit geschwächten Gewerkschaften ist die Regierung plötzlich für die Tarifautonomie und gegen den Mindestlohn, auch das Sparpaket trifft fast ausnahmslos den kleinen Bürger“, stellte Brandner heraus. „Es wird bei den Schwächsten einkassiert, was die Stärksten verschuldet haben – das ist wirklich ein trauriges Bild einer Gesellschaft.“ Entwicklungen wie die Diskussion darüber, ob Hartz IV-Empfänger Elterngeld beziehen sollten, zeigen seiner Meinung nach erschreckend klar, was für ein Menschenbild hinter der aktuellen Politik steckt. Brandner vertritt die Meinung, dass breite Schultern auch mehr tragen müssen, auch viele Besserverdiener äußern sich in diese Richtung. „So kann eine Gesellschaft nicht funktionieren“, warnte der Bundestagsabgeordnete. Fast drei Stunden verbrachte er beim Ortsverein Heepen und freute sich über die vielen kritischen Fragen und Anregungen.


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