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Pressemitteilung:

Kreis Gütersloh, 01. Juli 2010

Verbraucherzentrale mit ihren Dienstleistungen ist unverzichtbar

SPD-Bundestagsabgeordneter Klaus Brandner besucht Gütersloher Verbraucherzentrale
Klaus Brandner (rechts) mit Wolfgang Schuldzinski, Mitglied der Geschäftsleitung der Verbraucherzentrale NRW, und Jutta Hülsmann, Leiterin der Beratungsstelle in Gütersloh.
Vermeintliche Gewinnbeteiligungen, die in unberechtigten Kontoabbuchungen enden, unlautere Telefonvereinbarungen und kostenträchtige Abofallen im Internet – Jutta Hülsmann, Leiterin der Verbraucherzentrale in Gütersloh, und ihre Kollegin Regina Wichelmannn haben viel zu tun. „Der Verbraucherschutz ist ein wichtiger Teil einer funktionierenden Marktwirtschaft“, betonte der SPD-Bundestagsabgeordnete Klaus Brandner die Rolle der Dienstleistung. Deshalb pflegt der Politiker auch regen Kontakt zu der Beratungsstelle in seinem Wahlkreis. Er weiß: „Hier bekomme ich Hinweise, welche Probleme die Bürger haben und an welchen Stellen Politik einschreiten sollte.“

13.592 Ratsuchende verzeichnete die Verbraucherzentrale in Gütersloh im Jahr 2009, auch in diesem Jahr gibt es viel Beratungsbedarf. „Früher konnten gleichartige Anfragen durch Rechtsauskünfte oder Musterbriefe als Hilfe zur Selbsthilfe bearbeitet werden, heute reicht das oft nicht mehr aus“, schilderte Jutta Hülsmann, Leiterin der Beratungsstelle, was sich in den vergangenen Jahren verändert hat. „Es ist vor allem Rat und Unterstützung bei sehr individuellen Problemstellungen in vielschichtigen rechtlichen Zusammenhängen gefragt.“ Seit Anfang des Jahres wird im Kreis Gütersloh die Beratung zum Thema Rundfunkgebühren angeboten und gut angenommen, berichtete Hülsmann weiter. Ein besonderes Feld sei aber der Telekommunikationsbereich.
„Die Neuerungen zum Anfang des Jahres waren ein Schritt in die richtige Richtung“, meint Wolfgang Schuldzinski, Mitglied der Geschäftsleitung der Verbraucherzentrale NRW zu den Veränderungen im Telekommunikationsgesetz. „Verträge, die am Telefon geschlossen wurden, sind inzwischen widerrufbar“, berichtete Jutta Hülsmann aus dem praktischen Alltag. Trotzdem wünscht sie sich weitere Ergänzungen was das Gesetz angeht, Details dazu gab sie Klaus Brandner für seine Arbeit mit auf den Weg.
Der Bundestagsabgeordnete informierte sich umfangreich über die unterschiedlichen Probleme derzeit und fragte nach, wo genau es hake. „Bei den jungen Menschen ist es oftmals die Suche nach kostenloser Software im Internet, die am Ende zu einem abgeschlossenen Abo und einer dementsprechenden Rechnung führt“, gab Hülsmann einen Einblick. „Bei den älteren Menschen sind die Gewinneintragservice, die uns Bauchschmerzen bereiten – oftmals merken die Kontoinhaber gar nicht, wie bei ihnen regelmäßig höhere Beträge abgebucht werden und wenn das auffällt, ist es zu spät.“
Viele Anregungen und Gedanken zur derzeitigen Situation der Verbraucherzentralen nahm Klaus Brandner aus dem Gespräch mit Jutta Hülsmann und Wolfgang Schuldzinski mit. Er freute sich über die lange gute Zusammenarbeit und lobte den engagierten Einsatz vor Ort: „Hier sind Bürger willkommen und es wird alles getan, um ihnen schnell und effektiv zu helfen.“ Für ihn ist Verbraucherpolitik eine Querschnittsaufgabe, die alle Politikbereiche berührt: „Meine Partei will mehr Schutz für Verbraucher, deshalb wollen wir die Rechte stärken und treten für ein Höchstmaß an Sicherheit, Transparenz und Wahlfreiheit und auch einen besseren Rechtsschutz ein.“ Für Brandner heißt vernünftige Verbraucherpolitik genau hinsehen, wo der Staat mit sinnvoller Regulierung Leitplanken einziehen und für mehr Transparenz sorgen muss und wo er auf Marktkräfte und die Zivilgesellschaft vertrauen kann. Der Bundestagsabgeordnete ist überzeugt: „Wir haben mit vielen Maßnahmen selbstbestimmte und nachhaltige Entscheidungen der Verbraucher erst möglich gemacht.“


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