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Pressemitteilung:

Kreis Gütersloh, 04. April 2012

Wie wollen wir morgen sicher leben?

Klaus Brandner diskutierte mit Experten und 80 Gästen über Maßnahmen zur sicheren Altersversorgung
Georg Fortmeier, Thomas Keck, Klaus Brandner (MdB) und Gerhard Kompe. (v.l.)
Wer heute schlecht verdient, dem droht im Alter eine geringe Rente: Um das Problem drohender Altersarmut politisch zu diskutieren, hatte der heimische SPD-Bundestagsabgeordnete Klaus Brandner zum Zukunftsdialog geladen: Gemeinsam mit Thomas Keck, Erster Direktor der Deutschen Rentenversicherung in Westfalen, Gerhard Kompe, Landesvorsitzender der SPD-Senioren, und dem SPD-Landtagskandidaten Georg Fortmeier diskutierten 80 Gäste im Landhotel Jäckel. Klaus Brandner warb dabei für eine „Offensive für gute Arbeit, um unser Rentensystem zu stabilisieren“.

Rentenexperte Thomas Keck zeigte anhand von Statistiken auf, dass Altersarmut für die allermeisten heutigen Rentnerinnen und Rentner noch kein Problem sei. Jedoch sei die Tendenz zu erkennen, dass aktuell viele Menschen zu wenig Rentenansprüche erwerben, um ihre Versorgung im Alter sicherzustellen. Thomas Keck betonte, „dass das Problem von Altersarmut nicht am Prinzip der umlagefinanzierten Rentenversicherung festzumachen ist.“

Die Hauptursachen für drohende Altersarmut sind vielmehr auf dem Arbeitsmarkt zu finden, wie Klaus Brandner deutlich machte. Nicht nur durch Zeiten von Arbeitslosigkeit würden unzureichende Rentenansprüche entstehen. Auch Scheinselbstständigkeit, geringfügige Beschäftigung und Dumpinglöhne machten eine angemessene Vorsorge fürs Alter schwer möglich. „In der großen Koalition haben wir als SPD versucht, diese politischen Baustellen anzugehen. Aber die CDU hat sich unseren Plänen in den Weg gestellt“, erklärte Klaus Brandner.

Die SPD kämpfe daher bis heute für „gute und sichere Arbeitsbedingungen“. Die Abschaffung sachgrundloser Befristungen von Arbeitsverträgen, die Gleichstellung von Leiharbeit und die Einführung eines allgemeinen gesetzlichen Mindestlohns von 8,50 Euro seien zentrale Forderungen der SPD. Mit diesem Programm sieht auch Gerhard Kompe seine Partei auf dem richtigen Weg. Er äußerte die Hoffnung, dass zukünftig wieder größere gesellschaftliche Solidarität durchzusetzen sei: „Ich bin mir sicher, dass die Zeit der Ich-linge keine Zukunft hat.“

Georg Fortmeier, der im Mai erneut für den Gütersloher Nordkreis in den Landtag einziehen will, bewertete das Problem der Altersarmut aus landespolitischer Sicht. Renten- und Arbeitsmarktpolitik sei zwar Bundessache. Die SPD in NRW setze jedoch alles darauf, durch ein gutes und gebührenfreies Bildungsangebot „niemanden zurückzulassen“. Gute Ausbildung sei eine gute Voraussetzung für gute Arbeit.

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