Pressemitteilung:
Kreis Gütersloh, 15. Oktober 2011
Arbeitsmarkt besser im Blick
Arbeitsagentur-Chef Richter präsentiert Klaus Brandner Arbeitsmarktmonitoring für den Kreis Gütersloh
Konjunkturelle Krisen, die demografische Entwicklung oder technische Automatisierung: Viele Faktoren haben einen Einfluss auf die Entwicklungen auf dem Arbeitsmarkt. Ihre Auswirkungen lassen sich für den Kreis Gütersloh mit dem neuen Arbeitsmarktmonitoring über einen längeren Zeitraum abschätzen, wie Thomas Richter, Regionalleiter der Bundesagentur für Arbeit, Klaus Brandner erläuterte. Der Gütersloher SPD-Bundestagsabgeordnete zeigte großes Interesse an dem Nutzen der elektronischen Datenbank für die aktive Arbeitsmarktpolitik: „Die SPD hat es sich in ihrer Regierungszeit zur Aufgabe gemacht, den ständigen Wandel auf dem Arbeitsmarkt arbeitnehmerfreundlich zu gestalten. Für uns bleibt das eine große Herausforderung. Der CDU fehlt dazu der Gestaltungswille – sie verlässt sich allein auf die Wirtschaft.“
Das neue Arbeitsmarktmonitoring ermöglicht es dem Abgeordneten, den Gütersloher Arbeitsmarkt statistisch genau zu durchleuchten. Die elektronische Datenbank erlaubt eine fokussierte Betrachtung von einzelnen Aspekten wie dem demografischen Wandel. Das Monitoring kann die Veränderungen für die nächsten zehn Jahre prognostizieren. Auch der Vergleich zu anderen Regionen in Deutschland ist möglich: Beispielsweise lässt sich die Prognose für das zukünftige Qualifikationsniveau der Gütersloher Arbeitnehmer mit der Entwicklung in Nachbarkreisen vergleichen.
„Gerade für Kommunen oder die Region waren detaillierte Daten und Prognosen in der Vergangenheit nicht so gut verfügbar“, erklärte Richter. Er verwies darauf, dass die neue Datenbank früheres und präziseres Handeln in der Arbeitsmarktpolitik im Kreis Gütersloh erlaubt. Brandner bestätigte, dass eine bessere Informationslage die politische Handlungsfähigkeit erweitert: „Das Arbeitsmarktmonitoring kann seinen Beitrag dazu leisten, dass gerade auf den unteren Ebenen frühzeitig auf bedrohliche Veränderungen reagiert werden kann.“
Ein Beispiel sei der demografische Wandel: „Wenn abzusehen ist, dass in einer regionalen Branche bald viele starke Jahrgänge in Rente gehen, kann kommunal darauf regiert werden – beispielsweise mit zielgerichteten Aus- und Weiterbildungsmöglichkeiten“, erklärte Brandner. Auch andere Problemfelder können mit dem Arbeitsmarktmonitoring besser überwacht werden: „Damit der Kreis Gütersloh nicht zum ,Niedriglohn-Kreis‘ wird, müssen wir das generelle Qualifikationsniveau der Arbeitnehmer im Blick behalten. Für die SPD ist es ein wichtiges Anliegen, für bessere betriebliche Bildungsmöglichkeiten zu sorgen. In unserer Regierungszeit haben wir die Weiterbildung in der konjunkturellen Krise gefördert und so Verbesserungen erwirkt.“