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Pressemitteilung:

Kreis Gütersloh, 18. August 2011

Journalistische Qualität war von Lohnkürzungen bedroht

Klaus Brandner unterstützte Journalisten im Arbeitskampf
„Es geht um die Qualität des Journalismus“: In seiner Rede bestärkte Klaus Brandner (MdB) die streikenden Journalisten in ihrem Arbeitskampf.
Den Zeitungsjournalisten war übel aufgestoßen, dass die Gehälter von Berufsanfängern um mehr als 25 Prozent gekürzt werden sollten. Viele Redakteure hatten gestreikt, bis am Donnerstagmorgen eine Einigung zwischen den Tarifparteien verkündet wurde. Der Kompromiss mit den Verlegern sieht zumindest die Abwendung aller Kürzungen vor. In der Gütersloher Innenstadt hatten zuvor Journalisten der Neuen Westfälischen, der Glocke, des Westfalen-Blatts und des Haller Kreisblatts für faire Arbeitsbedingungen demonstriert. „Die Verleger müssen verstehen, dass es guten Journalismus nicht zum Dumping-Tarif geben kann“, hatte Klaus Brandner erklärt. Der SPD-Bundestagsabgeordnete sagte den streikenden Redakteuren auf ihrer Kundgebung seine Unterstützung zu.

Lautstark machten die Redakteure auf ihrem Protestzug durch die Gütersloher Innenstadt auf ihr Anliegen aufmerksam: „Unsere Leser haben ein Recht auf Qualität!“. Währenddessen verteilten die protestierenden Journalisten Flugblätter an Passanten, um auf ihre Ziele im Arbeitskampf aufmerksam zu machen. Es ging den Journalisten nicht in erster Linie um Gehaltssteigerungen. Stattdessen wollten sie verhindern, dass die Zeitungsverlage ihre Arbeitsbedingungen massiv verschlechtern. Besonders Berufseinsteiger und Firmenwechsler sollten nach dem Willen der Arbeitgeber Einbußen hinnehmen: Mehr als 25 Prozent weniger Gehalt, längere Arbeitszeiten, weniger Urlaubstage und eine Streichung des Urlaubsgeldes sollten es sein.

Als es am Donnerstagmorgen zu einer Einigung in dem seit Monaten andauernden Konflikt kam, konnten die Gewerkschaften Deutsche Journalisten Union (DJU) in Ver.di und der Deutsche Journalistenverband (DJV) als Erfolg verbuchen, dass der einheitliche Tarifvertrag für alle Journalisten ohne Kürzungen erhalten bleiben soll. Dafür sind sie bereit, einen mageren Inflationsausgleich von 1,5 Prozent im nächsten Mai und zwei Einmalzahlungen von 200 Euro hinzunehmen. Jetzt sind die Gewerkschaftsmitglieder am Zug, die in Mitgliederabstimmungen über die Annahme des Tarifvertrags entscheiden.

Dass der Arbeitskampf der Journalisten keineswegs voreilig war, betonte Brandner in seiner Ansprache vor den streikenden Journalisten. „Ihr könnt nicht zulassen, dass die Verleger auf eurem Rücken kürzen. Hier geht es um die Qualität des Journalismus, um die so wichtige Kontrolle der Mächtigen“, sagte der Bundestagsabgeordnete und ehemalige Erste Bevollmächtigte der IG-Metall. Herausforderungen in der Branche begegne man erfolgreich, wenn gemeinsame Lösungen gefunden werden. Besonderes Lob fand Brandner für die Solidarität der Journalisten mit ihrem Berufsnachwuchs: „Ihr kämpft dafür, dass auch zukünftig guter und moderner Journalismus möglich ist.“


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