Seitenanfang

Hauptnavigation




Zusatzinformationen

Termine

21. Mai 2012 - 25. Mai 2012

Sitzungswoche des Deutschen Bundestags

Ort: Berlin
11. Juni 2012 - 15. Juni 2012

Sitzungswoche des Deutschen Bundestags

Ort: Berlin
25. Juni 2012 - 29. Juni 2012

Sitzungswoche des Deutschen Bundestags

Ort: Berlin
Parlamentarisches Patenschafts-Programm
Aktionsbündnis A33-sofort


Hauptinhaltsbereich

Pressemitteilung:

Kreis Gütersloh, 20. Juli 2011

„Bildung ist die beste Sozialpolitik“

Bildungspolitik Gesprächsthema zwischen Soziologie-Professorin Allmendinger und Klaus Brandner
Auf Einladung von SPD-Kreisvorsitzendem Hans Feuß (l.) und SPD-Abgeordnetem Klaus Brandner (r.) informierte Professorin Jutta Allmendinger (Bildmitte) über das Schlüsselthema Bildung
Deutschland nutzt seine Potenziale im Bildungsbereich nicht – und leidet deshalb unter verstärktem Fachkräftemangel und unnötiger Arbeitslosigkeit: Davon ist die Berliner Soziologie-Professorin Jutta Allmendinger überzeugt. Gemeinsam mit dem SPD-Bundestagsabgeordneten Klaus Brandner diskutierte sie im Gütersloher Parkhotel vor circa 120 Zuhörern über den Einfluss von Bildungspolitik auf die Sozial- und Wirtschaftspolitik. „Professorin Allmendinger führt uns viele wichtige Zusammenhänge vor Augen“, lobte Brandner.
Allmendingers Diagnose für das deutsche Bildungssystem ist eindeutig: „Wir investieren viel zu wenig in frühkindliche Bildung und vergessen die Förderung von Kindern ohne Bildungshintergrund.“ Deshalb gäbe es das Problemfeld, das die Präsidentin des Wissenschaftszentrums für Sozialforschung in Berlin unter dem Sammelbegriff„Bildungsarmut“ zusammenfasst: Unser Schulsystem schaffe es viel zu selten, Kinder aus bildungsfernen Milieus fit für gutqualifizierte Jobs auf dem hiesigen Arbeitsmarkt zu machen. Brandner bestätigte Allmendingers Analyse. „Das Problem wird verschärft, weil die Anforderungen an Beschäftigte aufgrund der technologischen Entwicklung immer höher werden“, ergänzte der Bundestagsabgeordnete. Dies spiegele sich derzeit in der hohen Nachfrage nach Fachkräften wider – bei gleichzeitiger Arbeitslosigkeit von immer noch knapp drei Millionen Deutschen.

Brandner erläuterte, dass gerade vor dem Hintergrund des demographischen Wandels der „Zusammenhang zwischen Arbeitslosigkeit und dem Fehlen ausreichender Bildungsangebote“ fatal sei. Dass „Bildung nicht nur ein Menschenrecht, sondern auch die beste und günstigste Sozialpolitik ist“, betonte Allmendinger an dieser Stelle. Trotz Übereinstimmung in der Sache verwies der heimische Abgeordnete auch auf die politischen Schwierigkeiten für „notwendige Veränderungen und höheren Ausgaben in der Bildungspolitik“. Das im Rahmen der Föderalismusreform von den Ländern durchgesetzte Kooperationsverbot bei der Bildungsfinanzierung sei unsinnig. Bund und Länder sollten nach Brandners Auffassung gemeinsam Verantwortung für die Finanzierung guter Bildung übernehmen . Und weil die finanziellen Mittel auf allen politischen Entscheidungsebenen begrenzt sind, liege es auch an den Bürgern, politische Prioritäten deutlich zu machen: „Die Menschen können nicht von der Politik verlangen, zeitgleich Steuern zu senken und die Ausgaben für frühkindliche Bildung zu erhöhen.“


Zum Seitenanfang