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Pressemitteilung:

Gütersloh, 18. Juli 2011

Schüler werden Zeugen schwieriger Entscheidung

SPD-Abgeordneter Brandner berichtet Neuntklässlern von PID-Debatte
Die Klasse 9G des Städtischen Gymnasiums Gütersloh besuchte Klaus Brandner an einem ereignisreichen Tag im Bundestag.
Hochbetrieb war im Bundestag, als die 26 Neuntklässler des Städtischen Gymnasiums Gütersloh ihren SPD-Wahlkreisabgeordneten Klaus Brandner im Bundestag besuchten: Im Plenum fand gerade die namentliche Abstimmung über die Zulassung der Präimplantationsdiagnostik (PID) statt, als die Jugendlichen die Kuppel auf dem Dach des Reichstagsgebäudes besichtigten.
Durch die Deckenfenster des Plenarsaals war es den Schülern sogar möglich, die Politiker bei einer kontroversen Debatte zu beobachten. Dass es hier um eine außergewöhnliche Entscheidung ging, erklärte Brandner den Schülern im Anschluss: „Die Entscheidung zur Präimplantationsdiagnostik war für jeden Abgeordneten eine schwierige Gewissensentscheidung.“
Nach der Abstimmung empfing der Gütersloher Bundestagsabgeordnete Schüler und Lehrer im Fraktionsvorstandssaal der SPD. Die Jugendlichen interessierten sich für die parlamentarische Debatte um die Präimplantationsdiagnostik – eine überparteiliche und deutliche Mehrheit der Parlamentarier hatte die PID soeben gesetzlich erlaubt. „Warum haben bei der Abstimmung Abgeordnete ganz unterschiedlicher Parteien gemeinsam gestimmt?“, fragte eine Schülerin. Brandner antwortete, dass jeder Abgeordnete bei bioethischen Fragen für sich selbst entscheiden müsse, was er für vertretbar hält: „Bei solchen Fragen gibt es auch innerhalb der Bundestagsfraktionen sehr unterschiedliche Meinungen.“ Die entscheidende und hochbrisante Frage sei hierbei, „wo das Leben eines Menschen beginnt, an welcher Stelle also die Grenze zwischen Leben und Tod verläuft“, wie Brandner den Schülern erklärte.
Erich Beck, Lehrer am Städtischen Gymnasium, fand es gut, dass seine Schüler die Arbeitsweise des Bundestags am Beispiel einer so schwierigen Auseinandersetzung kennenlernten: „Heute haben wir viele wertvolle Eindrücke mitgenommen.“


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