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Meldung:

OWL, 27. August 2010
Europäisches Schienengüterverkehrsnetz

Gespräch zwischen SPD-MdBs und Deutscher Bahn AG

Regionale Auswirkungen einer EU-Verordnung zum europäischen Schienengüterverkehr standen im Mittelpunkt eines Gesprächs der ostwestfälischen SPD-Bundestagsabgeordneten mit Vertretern der Deutschen Bahn AG in Bielefeld.
Dirk Becker, Klaus Brandner und Stefan Schwartze hatten gegenüber der DB AG darauf hingewiesen, dass mit Umsetzung einer Verordnung über den Vorrang für Güterverkehr im Rahmen des europäischen Schienennetzes Beeinträchtigungen insbesondere des Personenschienennahverkehrs nicht eintreten dürfen.
Ein Vorrang für Güter- vor Personenverkehr auf der vielbefahrenen Ost-West-Trasse dürfe nicht noch weiter auf dem Rücken der Pendler ausgetragen werden. Der NRW-Konzernbevollmächtigte der Deutschen Bahn, Reiner Latsch, versicherte den SPD-Abgeordneten, dass bis zur Einrichtung des OWL betreffenden Güterverkehrskorridors man sich intensivst bemühe, die Auswirkungen auf den Personenverkehr möglichst gering zu halten. Bringfried Belter, Leiter des DB-Kundenmanagements, erläuterte im Einzelnen weitere Schritte bei der Einrichtung der Güterverkehrskorridore. Der OWL betreffende Korridor werde nach der endgültigen Verabschiedung der EU-Richtlinie in fünf Jahren eingerichtet werden. Dirk Becker (MdB aus Lippe) und Klaus Brandner (MdB aus Gütersloh) machten deutlich, dass aus ihrer Sicht die regionalen Verbindungen und Verknüpfungen nach Lippe und auch über Gütersloh nach Münster nicht benachteiligt werden dürfen. Bei grundsätzlicher Zustimmung der Verlagerung von mehr Güterverkehr auf die Schiene, müsse bei den weiteren Umsetzung sichergestellt sein, dass der regionale Personenverkehr sich weiter entwickeln könne und nicht beeinträchtigt werde. Abschließend verständigten sich die SPD-Abgeordneten mit den Vertretern der Bahn, die Gespräche auch im Rahmen der nordrheinwestfälischen SPD-Abgeordneten wie auch der neuen Landesregierung fortzusetzen.

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