Pressemitteilung:
Verl / Kreis Gütersloh, 06. Februar 2012
Klaus Brandner referierte vor Verler SPD über Maßnahmen gegen Altersarmut
"Mit guter Arbeit zur fairen Rente"
Dass über Armut im Alter wenig diskutiert wird, bedauert Klaus Brandner. Der SPD-Bundestagsabgeordnete informierte auf Einladung des SPD-Ortsvereins Verl über die Risiken unzureichender Altersversorgung in der Zukunft. Er ging auf politische Handlungsmöglichkeiten ein: „Fair bezahlte Arbeit und die Förderung von Schlechtergestellten sind die besten Mittel, um Altersarmut zu verhindern.“
Heutige Rentner seien weniger von Armut betroffen, erklärte Klaus Brandner: „Bei den Jüngeren gibt es derzeit deutlich größere soziale Not.“ Die Herausforderung sei, bei der Altersversorgung das im internationalen Vergleich gute Niveau für nachfolgende Generationen zu erhalten. „Dieses Rentenniveau hat die Sozialdemokratie historisch erkämpft – und sie wird es auch verteidigen“, betonte der Abgeordnete.
Altersarmut drohe vor allem denjenigen, die aktuell durch Arbeitslosigkeit, geringfügige Beschäftigung, Scheinselbstständigkeit, Erwerbsminderung oder Dumpinglöhne Nachteile in Kauf nehmen müssen. Besonders Frauen seien zukünftig von Altersarmut bedroht, weil sie bei gleicher Qualifikation schlechter bezahlt werden und schlechtere Karrierechancen haben. Dazu seien es häufig junge Menschen, Langzeitarbeitslose und gesundheitlich Benachteiligte, deren Einzahlungen in die öffentliche und private Altersvorsorge keine angemessene Altersvorsorge erwarten ließen.
Wie die SPD diese Probleme angeht, führte Klaus Brandner aus: „Wir setzen auf Maßnahmen, die den Wert der Arbeit stärken.“ Eine Anhebung der Löhne und Gehälter sei ein Ziel. Dafür müssten Gewerkschaften gestärkt und die Tarifautonomie gesichert werden. Arbeitgeber dürften Arbeitsverträge nicht mehr grundlos befristen. „Wir kämpfen dafür, dass es für gleiche Arbeit gleichen Lohn gibt“, erläuterte der Abgeordnete. Es sei unfair, dass Frauen immer noch weniger verdienten als ihre männlichen Kollegen. Auch sei die Gleichstellung von Leiharbeitern ein Gebot der Gerechtigkeit.
Die Einführung eines gesetzlichen Mindestlohns von 8,50 Euro sei generell notwendig, aber für eine angemessene Altersvorsorge allein nicht ausreichend: „Wer von seinem 17. bis zu seinem 65. Lebensjahr auf Mindestlohn-Niveau arbeitet, bekommt am Ende nur eine Rente in Höhe der Grundsicherung“. Wichtig ist Klaus Brandner, dass niemand zurückgelassen wird. Langzeitarbeitslose müssten besser gefördert werden, um neue Chancen zu bekommen: „Dass die CDU-geführte Bundesregierung die Gelder für diese Förderung immer weiter zusammenstreicht, ist skandalös“.