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Meldung:

Berlin, 06. Juli 2010

Alterssicherung in der Bauwirtschaft weiterentwickeln

Austausch mit Sozialkassen für das Baugewerbe und Bauwirtschaft (SOKA-Bau)
Heinrich Alt, Harald Schröer, Klaus Brandner und Karl-Heinz Sahl
Nicht einmal ein Viertel der Beschäftigten in der Baubranche sind in der Lage, bis zum 65. Lebensjahr zu arbeiten. Wer aber früher in Rente geht, muss bisweilen hohe Abschläge in Kauf nehmen. Über die problematische Situation kam Klaus Brandner mit dem SOKA-Bau-Vorstand Karl-Heinz Sahl im Rahmen des parlamentarischen Abends des Vereins ins Gespräch. Brandner stellte heraus, dass die Rahmenbedingungen der Arbeit im Baugewerbe weiter verbessert werden müssen und flexiblere Altersübergänge gefragt sind.

SOKA-Bau-Vorstand Karl-Heinz Sahl ist alarmiert: „Es kann nicht sein, dass gewerblich Beschäftigte der Bauwirtschaft, die mit 60 Jahren – nach über 40-jähriger Tätigkeit am Bau – aus gesundheitlichen Gründen in Rente gehen, derart hohe Rentenabschläge hinnehmen müssen.“ Klaus Brandner unterstrich die hohe Bedeutung der 2001 im Zuge der arbeitnehmerbezogenen Meldeverfahrens eingeführte SOKA-BAU (Sozialkassen der Bauwirtschaft), die als Dachmarke der Urlaubs- und Lohnausgleichskasse der Bauwirtschaft (ULAK) und der Zusatzversorgungskasse des Baugewerbes AG (ZVK) fungiert. „Die SOKA-Bau übernimmt mit ihrer Zusatzrente eine wichtige Funktion im Alterssicherungssystem der Baubranche“, stellte Brandner heraus. Mit der Zusatzrente in der betrieblichen Altersvorsorge übernehme die SOKA-Bau eine wichtige Brückenfunktion, von der sowohl Arbeitnehmer und Arbeitgeber zu gleichen Teilen profitieren. Durch Garantiezins und Provisionsverzicht sei die Zusatzrente für die Angestellten in der Baubranche sehr attraktiv. Gleichzeitig können Arbeitgeber rund 400 Euro Lohnzusatzkosten im Jahr je Arbeitnehmer mit einem solchen Vertrag sparen. Angesichts der Herausforderungen der kommenden „Rente mit 67“ wird die Fortentwicklung dieser Zusatzrenten eine der größten Herausforderungen sein, um die Abschläge aufzufangen.
Der Bundestagsabgeordnete machte in dem Gespräch deutlich, warum es keine Alternative für Heraufsetzung des Renteneinstiegsalters gibt und betonte: „Es geht jetzt für alle Beteiligten darum, gemeinsam dafür zu sorgen, dass Arbeitnehmer die Möglichkeit haben, bis zu diesem Alter im Beruf ihre Leistung zu erbringen.“ Eine wichtige Maßnahme dafür sei es, den Rahmen für gute Arbeit zu schaffen. Das sei Arbeit, die nicht krank mache, die angemessen bezahlt und wertgeschätzt werde und bei der auch immer die Weiterqualifizierung der Arbeitnehmer im Fokus sei. Brandner wies darauf hin, dass ja erst ab 2012 schrittweise das Renteneintrittsalter angehoben wird und somit viele der derzeitigen Kritiker gar nicht betroffen seien. „Es geht jetzt darum, für flexible Übergänge zu sorgen und so den Arbeitnehmern Möglichkeiten zu bieten, Schritt für Schritt in den Ruhestand einzutreten“, ist der SPD-Abgeordnete überzeugt. Mit Heinrich Alt, Vorstand der Bundesagentur für Arbeit, Karl-Heinz Sahl und Harald Schröer, stellvertretender Hauptgeschäftsführer des Zentralverbandes des Deutschen Baugewerbes diskutierte er detailliert über das Thema. „Ich denke, die SOKA-Bau ist da auf einem hervorragenden Weg“, resümierte Brandner anschließend.


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