Seitenanfang

Hauptnavigation




Zusatzinformationen

Termine

21. Mai 2012 - 25. Mai 2012

Sitzungswoche des Deutschen Bundestags

Ort: Berlin
11. Juni 2012 - 15. Juni 2012

Sitzungswoche des Deutschen Bundestags

Ort: Berlin
25. Juni 2012 - 29. Juni 2012

Sitzungswoche des Deutschen Bundestags

Ort: Berlin


Hauptinhaltsbereich

Pressemitteilung:

Kreis Gütersloh, 16. Juni 2010

„Instrumente wie das Transferkurzarbeitsgeld müssen weiter nutzbar sein“

SPD-Bundestagsabgeordneter Klaus Brandner trifft IG Metall Bevollmächtigten Bernd Marx
Klaus Brandner und Bernd Marx
Die aktuelle Beschäftigungssituation der Menschen im Kreis Gütersloh und Kürzungen der Bundesregierung, die den Bereich der Arbeitswelt betreffen, waren Themen beim Zusammentreffen des SPD-Bundestagsabgeordneten Klaus Brandner und des Bevollmächtigten der IG Metall Gütersloh, Bernd Marx. „Das konjunkturelle Kurarbeitergeld hat gerade im Zusammenhang mit qualifizierenden Maßnahmen eine Vielzahl von Entlassungen verhindert“, bewerteten die beiden positiv. „Aber die Wirtschaftskrise hält an, in zahlreichen Unternehmen im Kreis ist die Konsolidierung noch nicht abgeschlossen.“ In diesen Fällen könne das weniger bekannte Transferkurzarbeitergeld helfen.
„Die Transferkurzarbeit ist gerade dann ein sinnvolles Instrument für Arbeitgeber, wenn Teile oder das ganze Unternehmen stillgelegt, verlagert oder mit anderen Unternehmen zusammengeschlossen werden sollen“, weiß Klaus Brandner. Auch Veränderungen der Betriebsorganisation oder die Einführung neuer Fertigungsmethoden können der Grund für die Beantragung sein. „Um Arbeitnehmer vor der Arbeitslosigkeit zu schützen und ihnen den Übergang in ein neues Arbeitsverhältnis zu erleichtern, kann in diesen Fällen eine sogenannte Transfergesellschaft initiiert werden“, erklärt der SPD-Abgeordnete das Verfahren. „Hier können sich die Arbeitnehmer fortbilden und qualifizieren, während sie Transferkurzarbeitergeld von der Arbeitsagentur für Arbeit erhalten.“ Das Transferkurzarbeitergeld orientiert sich an der Höhe des konjunkturellen Kurzarbeitergeldes und beträgt somit je nach Familienstand ca. 60% - 67% des Bruttolohns. Unternehmen nutzen jedoch oft auch die Möglichkeit, diesen Betrag aufzustocken, um den Angestellten einen Anreiz für einen Wechsel zu geben.
Bernd Marx und Klaus Brandner wissen aus ihrer eigenen beruflichen Erfahrung mit Transfergesellschaften, dass gerade in Krisenzeiten dieses Instrument oft und erfolgreich genutzt wird, um Beschäftigte schnell und unkompliziert zu qualifizieren und zu vermitteln. Daher ist es für die beiden vollkommen unverständlich, dass gerade jetzt die Schwarz-Gelbe Bundesregierung die Durchführungsbestimmungen für den Beschäftigtentransfer verkompliziert. Gerade das „profiling“, in dem die Fähigkeiten, Stärken und Schwächen der Betroffenen ermittelt werden, darf nicht reduziert, sondern muss im Gegenteil passgenau ausgeweitet werden
„Für Optimierungsbemühungen habe ich größtes Verständnis – jedoch nicht für erhebliche Einschränkungen, insbesondere auf Kosten der Betroffenen“, bezieht Klaus Brandner Stellung. „Die Bedingungen für eine erfolgreiche Vermittlung dürfen keinesfalls verschlechtert werden.“ fordert Bernd Marx. Er hat keinerlei Verständnis für die zusätzliche Bürokratie, die mit den beabsichtigten Veränderungen verbunden sind. „Unternehmen und Beschäftigte sind gerade in Krisenzeiten auf die schnelle und qualitativ hochwertige Hilfe angewiesen“, weiß Marx aus der Praxis. Für den Kreis Gütersloh wünscht er sich, dass Instrumente wie das Transferkurzarbeitergeld weiter einfach nutzbar sind. Klaus Brandner sicherte ihm zu: „Genau dafür werde ich mich in Berlin stark machen und die Regierung kritisch begleiten.“


Zum Seitenanfang