Pressemitteilung:
Kreis Gütersloh, 12. März 2010
Gemeinsam lernen – mit und ohne Behinderung
Jakob Muth-Preis: SPD-Abgeordneter Brandner ermuntert Schulen zur Teilnahme
Unter dem Motto „Gemeinsam lernen – mit und ohne Behinderung“ zeichnet der "Jakob Muth-Preis für inklusive Schule" auch in diesem Jahr Schulen aus, die behinderte und nicht behinderte Kinder vorbildlich zusammen unterrichten. „Solche Aktivitäten fördern Teilhabe und sind sehr wichtig“, findet der SPD-Bundestagsabgeordnete Klaus Brandner. „Durch den Preis werden positive Beispiele bekannt gemacht und dienen als Vorbild für andere Schulen.“ Projektträger sind der Beauftragte der Bundesregierung für die Belange behinderter Menschen, die Bertelsmann Stiftung und die Deutsche UNESCO-Kommission. Bewerben kann sich bis zum 14. Mai jede Schule, die den Weg zur inklusiven Schule beschreitet - unabhängig von Schulform oder Trägerschaft. Die drei ersten Preise sind mit je 3.000 Euro dotiert und werden im November 2010 feierlich verliehen.
Teilhabe ermöglichen – unabhängig von Herkunft, Beeinträchtigung und anderen Benachteiligungen. Das war eines der großen Ziele, die Namensgeber Jakob Muth (1927-93) verfolgte. Der Bochumer Professor setzte sich schon früh für eine gemeinsame Erziehung behinderter und nicht behinderter Kinder ein. Klaus Brandner wünscht sich, dass sich Schulen aus seinem Wahlkreis mit vorbildlichem Engagement in diesem Bereich für den Preis bewerben: „Denn die Praxis in Deutschland sieht oft noch sehr anders aus und es ist viel zu bewegen.“
Rund 85 Prozent der Kinder mit Behinderungen oder Lernschwierigkeiten in Deutschland werden in separaten Förderschulen unterrichtet. Diese erweisen sich häufig als Sackgasse für ihre weitere Entwicklung. Dass integrative Schulen funktionieren, zeigen andere Länder: In Italien, Norwegen und Schweden etwa gehen 95 Prozent aller beeinträchtigten Schüler in allgemeine Schulen. Auch in Deutschland kann das Konzept der inklusiven Schule gelingen: Dies zeigen die 144 Schulen, die sich im vergangenen Jahr am damals erstmalig ausgelobten Jakob Muth-Preis beteiligt haben.
Erst inklusives Lernen und ein Schulsystem, das die Bedürfnisse der Lernenden in den Mittelpunkt stellt, ist für Klaus Brandner ein gerechtes. Er ermuntert alle Schulen aus dem Kreis Gütersloh, die für diese Ziele aktiv eintreten, ausdrücklich zur Teilnahme.
Bewerben kann sich jede Schule, die sich auf dem Weg zur inklusiven Schule befindet. Das Bewerbungsformular, die Auswahlkriterien sowie weitere Informationen zum Preis sind unter
www.jakobmuthpreis.de zu finden. Bewerbungsschluss ist der 14. Mai.