Pressemitteilung:
Bielefeld/ Gütersloh, 07. Januar 2010
Noch ist Arbeitslosenquote stabil
SPD-Bundestagsabgeordneter Brandner im Gespräch mit Bielefelder Arbeitsagenturleiter Richter
Seit Beginn der Finanzkrise erwarten Experten einen massiven Einbruch der Beschäftigungszahlen – bisher ist diese Entwicklung in dem Ausmaß ausgeblieben und durch Instrumente wie die Kurzarbeit verhindert worden. Doch wo geht die Reise in diesem Jahr hin und wie ist die aktuelle Lage im Bezirk Gütersloh-Bielefeld - darüber unterhielt sich der SPD-Bundestagsabgeordnete Klaus Brandner mit dem Chef der Bielefelder Arbeitsagentur, Thomas Richter.
„Noch profitiert die neue Bundesregierung von unserer soliden und aktiven Arbeitsmarktpolitik: Die Zahlen bestätigen das: Trotz internationaler Finanz- und Wirtschaftskrise und des üblichen Anstiegs der Arbeitslosenquote im Winter stieg die Arbeitslosigkeit im Dezember moderat um 60.000 auf 3,276 Millionen Arbeitslose“, schildert Klaus Brandner die aktuelle Situation auf Bundesebene. Damit zeige sich die Arbeitslosenzahl im Krisenjahr überraschend stabil. Verhältnismäßig gut sieht es auch in seinem Wahlkreis aus: „Die Arbeitslosenquote in Bereich Gütersloh lag im Dezember bei 5,2 Prozent, in Bielefeld bei 10,7 Prozent“, schilderte Thomas Richter. „Die Differenz zu den Vorjahreswerten ist besser als erwartet.“
Die Entwicklung ist für Klaus Brandner eine Folge der erfolgreichen Arbeitsmarktpolitik seiner Partei: „Erst die Verbesserungen bei der Kurzarbeitergeldregelung ermöglichten, dass viele Arbeitnehmer im Betrieb verbleiben können und nicht arbeitslos werden.“ Im Jahr 2009 haben im Bezirk der Bielefelder Arbeitsagentur 1.347 Betriebe für 27.465 Arbeitnehmer das Instrument genutzt und Kurzarbeit angezeigt. „Die Neuanzeigen stagnieren derzeit“, berichtete Richter, der zufrieden ist, dass die Arbeitslosenzahlen vor Ort in den vergangenen vier Monaten relativ stabil waren. „Im Augenblick gibt es keine klaren Hinweise auf extreme Verschlechterungen in nächster Zeit“, stellte der Bielefelder Arbeitsagenturchef auf Anfrage von Klaus Brandner heraus.
Der SPD-Abgeordnete wünscht sich wie Thomas Richter einen weiterhin robusten Arbeitsmarkt, mit einer Steigerung der Arbeitslosigkeit um 10 Prozent rechnet Richter allerdings
Brandner hält die von der jetzigen Regierung beschlossene Verkürzung des Kurzarbeitergeldes von 24 auf 18 Monate für verfrüht. Für ihn ist klar, dass ohne konjunkturelle Stabilisierung und Zukunftsinvestitionen eine Wachstumsschwäche droht. Davor warnt auch der Sachverständigenrat in seinem Gutachten zur gesamtwirtschaftlichen Entwicklung. Deshalb fordert der SPD-Abgeordnete von der neuen Regierung Entscheidungen, wie es ab 2011 in der Arbeitsmarktpolitik weitergehen soll.
Detailliert tauschten sich Klaus Brandner und Thomas Richter über ihre Einschätzungen und die Situation in Gütersloh und Bielefeld aus. Das regelmäßige Gespräch mit dem Leiter der Bielefelder Agentur für Arbeit liegt Brandner am Herzen. „Unsere Zusammenarbeit ist konstruktiv und zeichnet sich durch große Offenheit aus“, beschreibt Klaus Brandner den Umgang miteinander.