Pressemitteilung:
Versmold, 19. Oktober 2009
Angst um Arbeitsplätze bei der GAB
SPD-Bundestagsabgeordneter Klaus Brandner sichert Bürgermeister Klute und GAB volle Unterstützung zu
Die Mitarbeiter der Gesellschaft für Arbeits- und Berufsförderung (GAB) in Versmold bangen um ihre Jobs: Wenn die Steuersenkungsversprechen von schwarz-gelb in die Tat umgesetzt werden sollten, müsse an anderen Stellen dafür Geld eingespart werden. „Wir können uns sehr gut vorstellen, dass das bei Maßnahmen wie hier vor Ort passiert“, führten Udo Mescher, GAB-Geschäftsführer und Ingo Rödiger, Leiter der GAB in Versmold, im Gespräch mit dem Bundestagsabgeordneten Klaus Brandner und Bürgermeister Thorsten Klute aus. Brandner sicherte seine volle Unterstützung beim Kampf um jeden einzelnen Arbeitsplatz zu.
14 Arbeitsplätze sind in Versmold im Rahmen der Jobperspektive geschaffen worden, Klaus Brandner gilt als der Vater dieses Instrumentes, das Langzeitarbeitslosen eine längerfristige Perspektive auf dem Arbeitsmarkt bringt. „Es geht nicht um einzelne Maßnahmen, sondern darum, dass die Menschen Arbeit haben und das nicht nur für ein paar Wochen“, betonte der Bundestagsabgeordnete, der im Rahmen seiner Tätigkeit das Arbeitsmarktinstrument ins Leben gerufen hatte. Dass das Ziel erreicht werde, berichtete Udo Mescher: „Unsere Mitarbeiter sind ganz anders motiviert als vorher in anderen Maßnahmen, sie stecken ihr ganzes Herzblut in die Arbeit.“ Wenn diese Perspektive den Menschen nach zwei Jahren wieder genommen würde, wäre das das Schlimmste, was passieren könne, findet der GAB-Geschäftsführer. Diese Sorge teilt auch Thorsten Klute, der mit aller Kraft die Arbeitsplätze erhalten will und wie Klaus Brandner der GAB jede Unterstützung und Hilfe zusicherte.
„Bisher finanziert die Bundesregierung die Jobperspektive zu 100% - nun ist die Frage, wie viel man in Zukunft für die Förderung von Langzeitarbeitslosen vorsieht“, weiß Klaus Brandner. Er wies darauf hin, dass Agenturen wie die GT aktiv GmbH die Möglichkeit haben, der GAB entgegenzukommen und sich für den Erhalt der 14 Arbeitsplätze in Versmold einzusetzen: „Der gesetzliche Rahmen ist bewusst so offen gehalten, dass Auslegungsspielräume da sind, um Gelder möglichst gut zu investieren.“ Eindringlich appellierte der Abgeordnete daran, dass bei der Vergabe nicht zu kleinkariert mit den gesetzlichen Vorlagen umgegangen werde. Brandner forderte: „Ich erwarte von der GT aktiv, dass sie neue Perspektiven schafft und Beschäftigung fördert.“
Mit ihrem Engagement haben die Mitarbeiter der GAB schon einige Projekte in Versmold geschaffen, die Langzeitarbeitslosen den Wiedereinstieg in den Beruf ermöglichen: Die Gebrauchtartikelbörse Funtastico, das Auftragsbüro, das zuständig für Arbeiten in der Wege- und Grünanlagenpflege der Stadt Versmold ist und die Annahme von gebrauchten Elektrogeräten am Wertstoffhof und die Werkstätten zur Instandsetzung von Gebrauchtgegenständen, Möbeln, Fahrrädern und EDV sind gute Beispiele. „Damit leisten wir für Versmold Beiträge zum Recycling und Umweltschutz, zur Stadtbildpflege und zur Versorgung einkommensschwächerer Mitbürger mit Artikeln des täglichen Bedarfs“, schilderte Ingo Rödiger. „Gleichzeitig können wir so unsere Teilnehmer mit grundlegenden Anforderungen von Berufsfeldern wie bspw. Garten-Landschaftsbau, Mechanik, Verkauf und Transport vertraut machen.“