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Pressemitteilung:

Herzebrock-Clarholz, 04. September 2009
Weeke kämpft sich durch die Krise

Drastischer Personlabbau durch die Einführung von Kurzarbeit aufgefangen

Azubi Gary Folkerts (Mitte) mit (v.l.) Jochen Meyer, Betriebsratsvorsitzender; Bundestagsabgeordneter Klaus Brandner; Jürgen Albers, Geschäftsführer; Harals Herrmann
Da der holzverarbeitende Maschinenbau zurzeit große Auftrageinbrüche verzeichnet, hat sich Klaus Brandner bei der Firma Weeke in Herzebrock-Clarholz informiert: Das Auftragsvolumen ist wegen der weltweiten Finanzkrise extrem zurückgegangen. Nach dem Abbau der Leiharbeit steht nun erhebliche Kurzarbeit auf dem Programm. Der SPD-Bundestagsabgeordnete fragte bei Geschäftsführern und Betriebsräten nach, wie Weeke sich durch neue Produktentwicklungen und vereinte Anstrengungen durch die Krise kämpft.
„Wir wollen den Standort hier in Herzebrock-Clarholz erhalten und keineswegs auslagern“, betonte der Geschäftsführer Jürgen Albers. Ihm und seinen Kollegen ist es wichtig, Arbeitsplätze zu sichern und das Werk zu retten, besonders in Zeiten von größten Exporteinbrüchen. Trotz der gravierenden negativen Entwicklung setzt er auf den sozialen Dialog mit den Beschäftigten: „Monatlich gibt es eine Betriebsinformation, aus der hervorgeht, wie der Stand der Dinge ist – daraus wird auch die extrem schlechte Situation derzeit deutlich.“
Dieser versucht man vor Ort mit Produktinnovationen entgegenzuwirken: „Wir entwickeln nun verschiedenste Maschinentypen nicht nur für die Verarbeitung von Holz, sondern auch von Kunststoff und Aluminium“, erklärte Produktionsleiter Harald Herrmann Klaus Brandner bei der Betriebsführung. In den vergangenen fünf Jahren vor Beginn der Krise hat der Betrieb seinen Umsatz mehr als verdoppelt, 550 Mitarbeiter sind am Standort beschäftigt. „Rund zehn Prozent sind Auszubildende“, berichtet Betriebsratsvorsitzender Jochen Meyer stolz. Dies unterstreicht den hohen Stellenwert dieses Bereichs. „Weeke hat sich die Themen Ausbildung und Qualifizierung schon vor Jahren auf die Fahnen geschrieben“, wusste Klaus Brandner durch die langjährige Zusammenarbeit und den persönlichen Kontakt zum Unternehmen und lobte den Einsatz in diesem Bereich. „Das ist nicht nur die Sicherung der Fachkräfte für die Zukunft, sondern auch Werbung für den Standort Deutschland.“
Seit Mai registriert Weeke wieder eine leicht verbesserte Stimmung auf dem Weltmarkt, Grund zum Aufatmen gibt es aber noch längst nicht, machte Albers klar: „Falls in Deutschland die Nachfrage unserer Maschinen in der zweiten Jahreshälfte einbricht, ist das kaum zu kompensieren.“ Gleichzeitig lobten die Akteure vor Ort auch die schnellen Maßnahmen, die Politik so unmittelbar in die Wege leitete: Ohne die Verlängerung der Kurzarbeit wäre es in Herzebrock-Clarholz zu drastischerem Personalabbau gekommen. Brandner sicherte den Gesprächspartnern seine volle Unterstützung zu, für ihn ist die Firma Weeke mit ihrem Kampf um jeden Arbeitsplatz, den neuen Produkten und der Qualifizierung der Mitarbeiter beispielhaft für einen engagierten Kampf für den Standorterhalt in der Region.


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