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Pressemitteilung:

Kreis Gütersloh/Berlin, 06. März 2009
Wege aus der Krise

INA-Schaeffler Delegation im Gespräch mit Staatssekretär Klaus Brandner

(v.r.) Landrat Eberhard Irlinger, Staatssekretär Klaus Brandner (SPD), Bürgermeister German Hacker, Gesamtbetriebsratsvorsitzender Norbert Lenhard, Michael Tuchart, Jörg Schütze und Uwe Beckmann
„Die Krise hat Schaeffler und seine Beschäftigten erreicht. Und das nicht nur in Herzogenaurach, sondern auch bei uns, in Steinhagen“, eröffnet Jörg Schütze, Betriebsratsvorsitzender des INA-Schaeffler-Werks in Steinhagen, das Gespräch. „Jetzt ist es Zeit für das Unternehmen, einen Weg aus der Krise und Lösungen für die Beschäftigten zu finden“. Zu dieser Diskussion um die Zukunft der Schaeffler-Gruppe hatte der Parlamentarische Staatssekretär und SPD-Bundestagsabgeordnete Klaus Brandner eine hochrangige Delegation aus Herzogenaurach und Steinhagen in das Bundesministerium für Arbeit und Soziales geladen.

Diese Gelegenheit nutzten Bürgermeister German Hacker und Landrat Eberhard Irlinger aus Herzogenaurach, sowie der Gesamtbetriebsratsvorsitzende Norbert Lenhard mit seinen Kollegen Michael Tuchart und Uwe Beckmann sowie der Steinhagener Betriebsratsvorsitzende Jörg Schütze, um eindringlich auf die Situation des Unternehmens und der Beschäftigten aufmerksam zu machen. Das fränkische Unternehmen mit in Deutschland rund 30.000 Beschäftigten war in eine finanzielle Notlage geraten. „Dies hat vor allem auch Auswirkungen auf die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die vollkommen unvorbereitet nun ihre Arbeitsplätze bedroht sehen“, so Norbert Lenhard. Der Schaeffler-Konzern könne seine finanzielle Notlage nach Einschätzung des Betriebsrats nur mit staatlicher Hilfe bewältigen. „Nach unserem Eindruck ist diese Situation aus eigener Kraft nicht zu meistern.“
Auch Staatssekretär Brandner sieht, dass Schaeffler nicht nur regionalpolitisch wichtig, sondern gerade auch für Beschäftigung und Innovation von besonderer Bedeutung ist. Damit die Bundesregierung staatliche Hilfen gewähren könne, müsse das Unternehmen jedoch so bald wie möglich ein tragfähiges Zukunftskonzept vorlegen. „Dieses muss neben einem sicheren Finanzierungskonzept auch Pläne enthalten, wie Arbeitsplätze auch in Steinhagen gesichert werden können“, so Brandner.
Brandner appellierte an das Unternehmen, die bereits getroffenen Maßnahmen der Bundesregierung wie das Kurzarbeitergeld und die verbesserten Qualifizierungsmöglichkeiten zu nutzen, um Entlassungen zu vermeiden und Beschäftigung zu sichern. Für alle arbeitsmarktpolitischen Maßnahmen im Zusammenhang mit Schaeffler sagte Brandner "nachdrückliche Unterstützung" zu.
Die Kommunalpolitiker und Beschäftigtenvertreter zeigten sich nach dem Treffen mit dem Staatssekretär zuversichtlich. Auch der Steinhagener Jörg Schütze bewertete das Gespräch positiv: „Es ist uns gelungen ein differenziertes Bild von Schaeffler, sowie den Interessen der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu vermitteln“. Somit sei ein erster Schritt getan, um eine konstruktive Lösung für den angeschlagenen Konzern zu finden.


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