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Bielefeld, 09. Januar 2009

Qualifizieren statt entlassen

DGB-Vertreter aus OWL kommen mit Klaus Brandner ins Gespräch
Für Beschäftigungssicherung und Qualifizierung: Roland Engels und Klaus Brandner.
„Man kann die Krise auch als Chance begreifen“, appellierte Roland Engels, DGB-Regionsvorsitzender Ostwestfalen-Bielefeld an die Arbeitgeber, die von der Bundesregierung geschaffenen Möglichkeiten zur Sicherung von Beschäftigung zu nutzen. Engels und 22 Vertreter des Deutschen Gewerkschaftsbundes aus OWL trafen sich mit dem Parlamentarischen Staatssekretär Klaus Brandner, um über die aktuelle wirtschaftliche Situation zu sprechen und sich über konkrete Gegenmaßnahmen zu beraten.

Qualifizieren statt entlassen – dazu sollen Arbeitgeber ermuntert werden, die aufgrund der schwächelnden Konjunktur auf Kurzarbeit umstellen müssen. Brandner erläuterte: „Die Bundesagentur trägt in diesen Fällen die Weiterbildungskosten und unterstützt die Betriebe durch Lohnzuschüsse.“ Damit sei nicht nur für den Moment Beschäftigung gesichert: „Die Weiterqualifikation von Älteren und Arbeitnehmern mit Migrationshintergrund ist ein wichtiger Schritt, um zukünftigen Herausforderungen wie dem Fachkräftemangel und dem demografischen Wandel zu begegnen“, unterstrich der Staatssekretär.
Auch für weitere Rahmenbedingungen ist gesorgt: Die Bundesregierung beschloss bereits im vergangenen Jahr die Verlängerung der Bezugsdauer des Kurzarbeitergeldes von zwölf auf 18 Monate. Außerdem hat die Bundesagentur zusätzliche Weiterbildungsberater eingestellt, die Akteuren wie Unternehmen und Betriebsräten zur Seite stehen sollen.
Hauptziel sei es, Weiterbeschäftigung zu erreichen, waren sich Engels und Brandner einig. „Die Politik hat ihre Hausaufgaben gemacht“, findet der DGB-Regionsvorsitzende. Politik brauche aber neben verlässlichen Parteien auch starke und verlässliche Gewerkschaften, wünschte sich der Staatssekretär weiterhin den offenen und konstruktiven Dialog mit den Vertretern vor Ort und auch auf Bundesebene.


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