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Pressemitteilung:

Kreis Gütersloh, 06. Januar 2009

Professionelle Unterstützung beim Übergang von der Schule in den Beruf

Modellhafte Erprobung einer Berufseinstiegsbegleitung an drei Schulen im Kreis Gütersloh startet im Februar
Begrüßen Berufseinstiegsbegleitung: Klaus Brandner (von links), Heike Zarling, Thomas Richter, Reinhard Bardt, Susanne Beine, Uwe Heidemann und Ingrid Engler.
Anfang Februar beginnt für drei Schulen im Kreis Gütersloh mit dem zweiten Schulhalbjahr auch die Teilnahme an einem großflächigen Modellprojekt des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales: Schüler, denen der Übergang zwischen Schule und Beruf voraussichtlich schwerer fällt, werden von professionellen Berufsbegleitern unterstützt. Der Parlamentarische Staatssekretär Klaus Brandner (SPD), der entscheidend an der Entwicklung des Konzeptes mitwirkte, informierte sich über den aktuellen Stand bei den Schulleitern vor Ort.

Uwe Heidemann, Schulleiter der Hauptschule Nord in Gütersloh, Reinhard Bardt, Schulleiter der Förderschule Martinschule Rietberg-Verl und Susanne Beine, Schulleiterin der Jugenddorf Christophorus-Schule Versmold, freuen sich, dass ihre Schulen drei von 1.000 Haupt- und Förderschulen im ganzen Bundesgebiet sind, die mit der Berufseinstiegsbegleitung einsteigen dürfen. „Diese Idee eröffnet eine neue Möglichkeit, Jugendlichen, denen Schulabschluss und Übergang in Ausbildung schwer fallen, ganz individuell an die Hand zu nehmen und sie über einen längeren Zeitraum in dieser Phase persönlich zu betreuen und zu unterstützen“, erklärte Brandner die Ziele. „Wir sehen hierin eine sehr gute Ergänzung der bereits bestehenden Maßnahmen und der guten Arbeit vor Ort.“
Die Berufseinstiegsbegleitung ist Teil des Konzeptes „Jugend – Ausbildung und Arbeit“ aus der Qualifizierungsinitiative der Bundesregierung von Anfang 2008. Vorbild sind die vielfältigen ehrenamtlichen Ausbildungspatenschaftsprojekte von Verbänden, Vereinen, Kirchen, Gewerkschaften und anderen Organisationen. „Ich bin fasziniert von dem Konzept, es ist sehr ausgereift, langfristig angelegt, die persönliche Bindung zwischen Schüler und Berufseinstiegsbegleiter ist wichtig und es ist lokal angesiedelt“, schilderte Reinhard Bardt im Gespräch mit Klaus Brandner seinen Eindruck. „Man merkt, dass auf viele Erfahrungen zurückgegriffen wurde.“ Die Schulleiter waren sich einig, dass die intensive Unterstützung von Schülern, wie sie nötig wäre, von der Schule allein gar nicht mehr zu leisten sei. Nun gilt es das neue Angebot sinnvoll mit bereits bestehenden zu koordinieren.
Bei der Ausschreibung der Agentur für Arbeit um die Besetzung der Stellen der Berufseinstiegsbegleiter setzte sich eine Trägergemeinschaft aus dem lokalen Umfeld mit ihrem Angebot durch. „So kommt zu uns zum Beispiel jemand von der Arbeitslosenselbsthilfe (ASH) Gütersloh“, berichtete Uwe Heidemann erfreut. Um die Versmolder Schule wird sich der Bildungsträger Intal (Verein für Bildung und Erziehung) kümmern und für Rietberg ist die FARE (Fortbildungs-Akademie Reckenberg-Ems) zuständig. Die Bielefelder REGE betreut zwei Schulen in Bielefeld.
Ab Februar werden die Berufseinstiegsbegleiter ihre Arbeit aufnehmen und Jugendlichen bei der Vorbereitung des Schulabschlusses, bei der Berufswahl und beim Übergang in eine Berufsausbildung individuell unterstützen. Die Begleitung beginnt in der Regel mit dem Besuch der Vorabgangsklasse und endet ein halbes Jahr nach Beginn einer beruflichen Ausbildung, spätestens 24 Monate nach Beendigung der Schule.
„Das Bundesministerium untersucht die Auswirkungen der Berufseinstiegsbegleiter im Hinblick auf das Erreichen des Abschlusses und der Erfolg insbesondere beim Übergang in eine betriebliche Ausbildung“, führte Klaus Brandner aus. „Ich bin mir sicher, die Berufseinstiegsbegleitung ist ein richtiger Schritt, um Jugendlichen zu helfen, ihre Existenz durch Arbeit selbstständig absichern zu können.“


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