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Versmold/Kreis Gütersloh, 14. November 2008
Pflegereform
Gute Betreuung durch Qualität und Transparenz
Durch die demographische Entwicklung erwarten wir für 2030 in Deutschland etwa drei Millionen Pflegebedürftige. In der Pflege wird deutlich, was es heißt in einer Gesellschaft zu leben, in der sich Lebensentwürfe und Familienstrukturen stark wandeln.Ein Großteil der älteren Menschen möchte zu Hause gepflegt werden, doch ihre Angehörigen wissen häufig nicht, wie sie die Pflege zu Hause organisieren sollen. Übernehmen die berufstätigen Kinder die Pflege, muss insbesondere geklärt
werden, wie sie in dieser Zeit sozial abgesichert sind. Seit ihrer Einführung im Jahr 1995 hat sich die Pflegeversicherung bewährt und sichert erfolgreich das Lebensrisiko Pflegebedürftigkeit solidarisch ab. Heute erhalten mehr als 2 Millionen Pflegebedürftige Leistungen und jährlich werden für über 400.000 Pflegende die Rentenbeiträge bezahlt. Wir sehen heute, dass sich Bevölkerungs- und Sozialstruktur stark wandeln und der Hilfebedarf immer komplexer wird. Ziel der SPD-Bundestagsfraktion bei der Reform der Pflegeversicherung war es, die Lebenssituation der pflegebedürftigen Menschen, der pflegenden Angehörigen und der Pflegekräfte zu verbessern. Gern möchten wir Ihnen die Maßnahmen des „Pflegeweiterentwicklungsgesetzes“ vorstellen. Dazu gehören: aktivierende Pflege und Rehabilitation besser zu fördern, Maßnahmen für eine integrierte wohnortnahe Versorgung zu schaffen und die Einrichtung von Pflegestützpunkten, die der Sicherung eines selbstbestimmten Lebens nach dem Grundsatz „ambulant vor stationär“ stärker als bisher Rechnung tragen. Wir laden Sie herzlich ein, mit uns über die Auswirkungen einer älter werdenden Gesellschaft zu diskutieren und darüber zu sprechen, wie die Maßnahmen und Ziele der Pflegereform vor Ort umgesetzt werden können.
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