Pressemitteilung:
Bielefeld, 03. November 2008
Staatssekretär debattiert mit Studierenden
Direktor Joachim heißt Klaus Brandner im Euro-Business-College willkommen
Anstatt der wöchentlichen Vorlesung in Marketing erwartete die Studierenden des Euro-Business-College vor kurzem ein Politiker aus dem Ministerium für Arbeit und Soziales in ihrem Hörsaal: Der Parlamentarische Staatssekretär Klaus Brandner stattete dem Bildungsanbieter auf Einladung von Direktor Willi Joachim einen Besuch ab. Brandner sprach zum Thema Arbeitsmarkt und zukünftige Herausforderungen und kam im Anschluss mit den Studierenden ins Gespräch.
Die Vereinbarkeit von Familie und Beruf, die Berufschancen im Ausland, die demographische Entwicklung in Deutschland – alles Themen, mit denen sich Klaus Brandner als Experte für Arbeit und Soziales auskennt und täglich intensiv auseinandersetzt. „Heute müssen die Weichen gestellt werden, damit Deutschland zukunftsfähig ist, die Herausforderungen, denen wir uns stellen, betreffen Sie direkt“, betonte der Staatssekretär im Gespräch mit den Studierenden. „Deutschlands Bevölkerung verringert sich von Generation zu Generation, im Jahr 2050 werden statt über 82 Millionen Menschen noch lediglich 74 Millionen in diesem Land leben.“ Die Zahl der Bevölkerung im erwerbsfähigen Alter gehe bereits in zehn Jahren zurück, zwischen 2010 und 2030 werde sie um fast 6 Millionen sinken.
Ihre persönlichen Weichen für einen Arbeitsplatz haben die Studierenden des EBC Bielefeld schon gestellt: Mit einem Abschluss und der Motivation zum lebenslangen Lernen hätten sie sehr gute Arbeitsmarktchancen, lautete Brandners Einschätzung. „Die Zukunft gehört der qualifizieren Arbeit“, weiß der Politiker aus dem Kreis Gütersloh. Besonders den Studentinnen machte er bei seinem Besuch Mut: „Das Erwerbspotenzial von Frauen wird in Deutschland noch nicht ausreichend genutzt, aber in den nächsten Jahren soll sich das ändern und das muss auch. Wir können es uns schlicht nicht leisten, das Potential gut qualifizierter Frauen nicht stärker zu nutzen.“
Die sicherlich wichtigste Maßnahme zur besseren Ausschöpfung läge in der Verbesserung der Vereinbarkeit von Familie und Beruf – da waren sich Staatssekretär und Studierende einig. „Dafür tut der Gesetzgeber alles nötige: Am 26. September haben wir zum Beispiel das Kinderfördergesetz verabschiedet, es ist ein zentraler Baustein beim Ausbau der Kindertagesbetreuung“, schilderte Klaus Brandner. „2013 wird es bundesweit für jedes dritte Kind unter drei Jahren eine Betreuungsmöglichkeit geben, das unterstützt der Bund bis dahin mit insgesamt vier Milliarden Euro.“
Insbesondere auf dem Arbeitsmarkt für Akademiker werde es in Zukunft aller Voraussicht nach mittel- und langfristig zu Engpässen kommen. „Ich kann ihnen nur sagen: es wird bestimmt Arbeitsplätze für Sie geben, aber wie genau diese aussehen, dafür sorgt die Wirtschaft“, antworte der Politiker auf die Frage nach den Perspektiven für die EBC-Studierenden in Deutschland. „Als Politiker arbeite ich daran, die Rahmenbedingungen so gut wie möglich zu gestalten, damit Sie in diesem Land nicht nur ihre Ausbildung absolvieren, sondern auch gut arbeiten und leben können.“