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Pressemitteilung:

Gütersloh, 08. August 2008

Verbraucherschutz wichtiger denn je – auch vor Ort.

Klaus Brandner informierte sich in der Verbraucherberatung Gütersloh und sprach mit Vorstand.
Brandner besucht Verbraucher-Beratung Gütersloh
Klaus Brandner; Jutta Hülsmann (VB Gütersloh); Klaus Müller, Vorstand VZ NRW
Immer mehr Bürger im Kreis Gütersloh suchen das persönliche Gespräch mit der Verbraucherzentrale. Konnten Leiterin Jutta Hülsmann und ihre Kollegin Regina Wichelmann (Büro und Verwaltung) vor einigen Jahren noch mehr Anrufe als Direktgespräche von Rat- und Hilfesuchenden Bürgern verbuchen, hat sich dieser Zustand seit einiger Zeit verändert. „Die persönlichen Kontakte haben zugenommen, Telefonberatungen sind etwas rückläufiger. Wir erfahren auch, dass sich viele Bürger oftmals schon vor ihrem Besuch im Internet informiert haben“ erklärte Jutta Hülsmann.

Ganz oben auf der Liste der Nachfragen stehen Festpreisbildungen bis 2011 von Energiekonzernen, Telefonverträge und der Dauerbrenner „Abzocke im Internet“. Hilfe bekommen Bürgerinnen und Bürger ab Januar 2009, mit dem von der Bundesregierung vorgelegtem Gesetz gegen unerlaubte Telefonwerbung. Das Bundeskabinett hat nämlich Ende Juli 2008 den Entwurf eines Gesetzes zur Bekämpfung unerlaubter Telefonwerbung und so genannter Kostenfallen im Internet beschlossen. Damit sollen die Verbraucher zukünftig wirkungsvoller vor unerwünschten Werbeanrufen und versteckten Kostenfallen im Internet geschützt werden. Dass der Beschluss dieses Gesetzes dringlich wurde, zeigte eine Umfrage des Forsa- Instituts vom Herbst 2007, bei der sich 86 Prozent der Bevölkerung durch unlautere Werbeanrufe belästigt fühlten. Ein weiteres Problem war dabei auch, das die Rufnummern stets unterdrückt waren, so dass keine Identitäten festzustellen waren.
Jutta Hülsmann und Klaus Müller (Vorstand der Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen) begrüßten am Mittwoch bei einer Präsentation des Jahresberichtes der Verbraucherzentrale Gütersloh die Gesetzesvorlage. Gleichzeitig freuten sie sich über hohen Besuch aus Berlin, denn der Parlamentarische Staatssekretär beim Bundesarbeitsminister, Klaus Brandner (SPD), war ihrer Einladung gefolgt. Dabei machte Klaus Brandner deutlich, dass es wichtig sei, das Vertrauen der Bürger durch eine klare und transparente Verbraucherpolitik und eine Verbesserung des Verbraucherschutzes zu schützen. „Gleichzeitig muss man auch die Arbeit der Verbraucherzentralen immer wieder lobend herausstellen, bei der den Bürgern in den vielschichtigen Anliegen stets durch Beratung geholfen wird“, so Klaus Brandner bei seiner Stippvisite.
Zur weiteren Beratung des neuen Gesetzes zur Bekämpfung der unerlaubten Telefonwerbung und zur Bekämpfung von Kostenfallen im Internet erklärte Müller, er befürchte, dass den Verbrauchern möglicherweise andere Formen von unlauteren Geschäften aufgeschwatzt werden. „Wir müssen mal abwarten bis zum nächsten Jahr, um sagen zu können, ob das Gesetz ein Erfolg wird oder nicht. Ich denke mal, das mit dem Gesetz zweidrittel des Problems erledigt sind, wenn der Bundestag bei der Stange bleibt,“ so Müller.
Weitere Themen der Gesprächsrunde waren auch die sog. „Ampelkennzeichnung“ für Lebensmittel und die steigenden Energiekosten. Große Energiekonzerne für Strom oder Gas bieten deshalb den Verbrauchern Festpreisbindungen an, um sie mit einem scheinbar guten Angebot zu ködern. „Man muss das aber ganz genau prüfen“, so Klaus Müller, der in dem Zusammenhang auch betonte, das die Verbraucherzentrale wertvolle Energiespartipps bereit hält.


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