Meldung:
Berlin, 29. Mai 2008
„Besondere Leistungen verdienen besondere Anerkennung“
Klaus Brandner erhält Bundesverdienstkreuz
Der Bundespräsident hat den Parlamentarischen Staatssekretär Klaus Brandner mit dem Verdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der
Bundesrepublik Deutschland ausgezeichnet. Der Verdienstorden ist die einzige allgemeine Verdienstauszeichnung und damit die höchste Anerkennung, die die Bundesrepublik Deutschland für Verdienste um das Gemeinwohl ausspricht.
Im Rahmen einer feierlichen Zeremonie bekam Klaus Brandner die Ordensinsignien von Bundestagspräsident Norbert Lammert im Reichstagsgebäude ausgehändigt. Der SPD-Politiker
wird so für sein herausragendes ehrenamtliches Engagement geehrt, das er über viele Jahre geleistet hat. Norbert Lammert führte in seiner Ansprache aus, es sei eine alte Tradition, verdiente Persönlichkeiten durch staatliche
Auszeichnungen zu ehren. Deshalb habe Bundespräsident Theodor Heuss 1951 den Verdienstorden der Bundesrepublik Deutschland gestiftet. „Besondere Leistungen verdienen besondere Anerkennung“, so der Bundestagspräsident und dieser Grundgedanke komme in der Verleihung des Bundesverdienstkreuzes zum Ausdruck.
Norbert Lammert betonte, das Verdienstkreuz würde zwar einem Parlamentarier verliehen, diese Auszeichnung stünde aber in keinem kausalen Zusammenhang mit dem Mandat Brandners im Deutschen Bundestag. Tatsächlich habe Klaus Brandner sich bereits lange vor seinem Eintritt in den Deutschen Bundestag und später neben der Wahrnehmung seines parlamentarischen Mandats um das Land verdient gemacht.
Schon früh engagierte Klaus Brandner sich in der politischen Jugendarbeit und übernahm schon bald politische Verantwortung. So wurde er bereits in seiner Ausbildung zum Elektromechaniker zum betrieblichen Jugendvertreter gewählt und engagierte sich zunächst ehren- und später hauptamtlich als Gewerkschafter in der IG Metall für bessere Arbeitsbedingungen und Teilhaberechte von Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern.
Um der Ausbildungsnot von jungen Menschen auch praktisch zu begegnen, gründete Klaus Brandner später zusammen mit Berufsausbildern, Lehrern und Betriebsräten den gemeinnützigen Verein „BAZ – Berufsbildung, Ausbildung und Zukunftsorientierung“, um Jugendlichen eine Vollzeitausbildung in außerbetrieblicher Form zu ermöglichen. Die vom Land Nordrhein-Westfalen zur Verfügung gestellten finanziellen Mittel wurden später von Stadt und Kreis Gütersloh und dem Unternehmerverband übernommen und anhand der ausgearbeiteten Konzepte erhielten zahlreiche Jugendliche eine Vollzeitausbildung zum Bürokaufmann bzw. zur Bürokauffrau.
Klaus Brandner gehörte außerdem zu den Gründungsmitgliedern des lokalen Radiosenders Radio Gütersloh und stand 18 Jahre lang als ehrenamtlicher Vorsitzender an der Spitze der Veranstaltergemeinschaft. Dabei trug er entscheidend dazu bei, dass Radio Gütersloh heute zu den wirtschaftlich erfolgreichsten und reichweitenstärksten lokalen Rundfunksendern gehört.
Norbert Lammert würdigte in seiner Ansprache auch Brandners langjähriges Wirken in den Selbstverwaltungsorganen der ehemaligen Innungskrankenkassen (IKK). Bis November 2007 war Brandner ehrenamtlicher Vorsitzender des Verwaltungsrates der Vereinigten IKK und setzte sich an dieser Stelle vor allem für den Ausbau der betrieblichen Gesundheitsfürsorge ein. Darüber hinaus war Klaus Brandner zehn Jahre lang ehrenamtlicher Richter beim Arbeitsgericht Bielefeld und Sozialrichter am Sozialgericht Detmold. Mit Aufgeschlossenheit, großem Einfühlungsvermögen und umfangreichen Fachwissen war er stets bestrebt, nach sozial gerechten Lösungen in den Streitverfahren zu suchen.
Der Bundestagspräsident würdigte, dass Klaus Brandner mit erheblichem persönlichen Einsatz, Eigeninitiative und Kreativität in vielen gesellschaftlichen Bereichen gewirkt habe. Klaus Brandner freute sich über die Anerkennung für sein ehrenamtliches Engagement. Zwar habe er nie großen Wert auf Insignien oder Titel gelegt. Dass Bereitschaft, Verantwortung zu übernehmen, nun auf diese Weise von höchster Stelle gewürdigt werde, erfülle ihn aber auch mit Stolz. Im Anschluss an die Verleihung hatte Klaus Brandner seine Familie und langjährige Wegbegleiter zu einem Empfang mit anschließendem Abendessen in die Parlamentarische Gesellschaft eingeladen, um sich für die langjährige große Unterstützung und mitunter auch kritische Begleitung zu bedanken.