Meldung:
Halle, 01. Mai 2008
Gute Arbeit muss drin sein
Klaus Brandner bei Maikundgebung an Haller Gab-Radstation
„Arbeit zu haben, das bedeutet für die Menschen nicht nur, Lohn zu bekommen, sondern auch Würde zu erlangen und in der Gesellschaft akzeptiert und integriert zu sein“, betonte der Parlamentarische Staatssekretär Klaus Brandner am ersten Mai in Halle, warum Beschäftigung wichtig ist. Vor zahlreichen Besuchern plädierte der Verler im Rahmen der Maikundgebung an der Radstation der Gab für bessere Arbeitsbedingen und berufliche Perspektiven für jeden Bürger.
„Qualifizierung und lebenslanges Lernen dürfen nicht nur abstrakte Begriffe in Sonntagsreden sein, sondern müssen umgesetzt und in den Alltag eingebunden werden“, forderte Brandner. Jeder habe ein Recht auf gute Arbeit. Die zeichnet sich für den Staatssekretär durch verschiedene Kriterien aus: „Arbeit darf nicht krank machen“, betonte der Politiker im Rahmen der Podiumsdiskussion mit dem Haller Gab-Chef Udo Mescher und wies besonders auf die verstärkt auftretenden psychischen Belastungen hin, mit denen viele Arbeitnehmer kämpfen. Außerdem müssen Möglichkeiten für die Vereinbarung von Familie und Beruf geschaffen und , Mindestlöhne eingeführt werden.
Dass Klaus Brandner selbst jemand ist, der Ratschläge aus der Praxis gerne annimmt und sich in Berlin aktiv einsetzt, um die Arbeitslosigkeit weiter zu senken, weiß Udo Mescher aus eigener Erfahrung. Er begrüßte den Politiker als „Vater der Job-Perspektive“ und freute sich sichtbar über diesen Ehrengast. In Halle und auch in Versmold konnte die Gab im Rahmen der Job-Perspektive bereits jeweils fünf Langzeitarbeitslosen eine Beschäftigung bieten. „Die Bürokratie macht die Schaffung dieser Plätze zwar schwer, letztendlich ist dies aber der richtige Weg“, bedankte sich Mescher für das Engagement von Klaus Brandner in diesem Bereich. „Die Menschen hier vor Ort beweisen, was sie leisten können und wachsen mit ihren Aufgaben.“ Im Rahmen der Maikundgebung überreichte der Gab-Chef auch drei neue Arbeitsverträge an Manfred Wächter und Anton und Viktor Schneider.
Der Staatssekretär freute sich über die gute Arbeit in Halle und den Einsatz der Akteure vor Ort: „Es tut gut zu sehen, dass geschaffene Instrumente genutzt werden und gemeinsam für Ziele gekämpft wird.“ Im Anschluss an die Podiumsdiskussion nutzte der Politiker die Zeit in Halle, um mit Bürgermeisterin Anne Rodenbrock-Wesselmann, dem Versmolder Bürgermeister Thorsten Klute und einigen anderen Gästen über das Stadtfest Haller Willem zu schlendern und dort direkt mit den Bürgern direkt ins Gespräch zu kommen.