Meldung:
Berlin, 30. Oktober 2007
Praktikum im Zentrum der Macht
Student Dennis Selent aus Gütersloh verbrachte sechs Wochen im Büro des Bundestagsabgeordneten Klaus Brandner
„Kaffee gekocht habe ich kein einziges Mal, dafür standen Referentengespräche, Plenumsbesuche und Fraktionssitzungen auf dem Tagesprogramm“, erinnert sich Dennis Selent an die vergangenen Wochen zurück. Den letzten Teil seiner Semesterferien verbrachte der Student der Politikwissenschaften nicht in seiner Heimatregion Gütersloh, sondern in der Hauptstadt Berlin. Dort absolvierte der 21-Jährige ein vergütetes Praktikum beim Bundestagsabgeordneten Klaus Brandner – und lernte dabei vor allem, dass der Arbeits- und Sozialpolitische Sprecher so allerhand zu tun und eigentlich nie Feierabend hat.
„Von ganz normalen Büro-Arbeiten bis hin zu hitzigen Debatten in Fraktions- und Ausschusssitzungen war alles dabei“ schildert Dennis Selent. Seinen Abgeordneten Klaus Brandner kennt er nicht erst durch sein Praktikum, sondern aus seinem Wahlkreis. Dort engagiert sich der Student bei den Jusos auf Stadt- und Kreisebene und fragte auf einer Veranstaltung den SPD-Abgeordneten spontan nach einem möglichen Praktikum.
Klaus Brandner und seine Mitarbeiter haben bei dem Praktikanten einen sehr positiven Eindruck hinterlassen: „Das kollegiale „Du“, die intensive Betreuung und die zahlreichen Einblicke, die man mir gewährt hat, waren bereichernd.“ Der Arbeits- und Sozialpolitische Sprecher nahm Dennis Selent oft mit zu Terminen und nutzte die Zeit für persönliche Gespräche. Der Student freute sich nicht nur über die Aufmerksamkeit, sondern findet im Rückblick vor allem die Natürlichkeit Brandners beeindruckend: „Er ist einfach ganz normal, überhaupt nicht abgehoben, sondern sympathisch und setzt sich für seine Ziele ein.“
Welches Ausmaß dieses Engagement in Sitzungswochen hat, konnte sich der Politikstudent im Vorfeld nicht ausmalen. Jetzt vermutet er:„Ich glaube, dass einzige, was Klaus während einer Sitzungswoche privat tut, ist essen und schlafen.“ Normalerweise finden etwa 20 Sitzungswochen im Jahr statt, in denen ein Termin den anderen jagt. Von der Arbeitsgruppe geht es in die Fraktionssitzung, vom Plenum in den Ausschuss, von dort zu einer öffentlichen Anhörung, von da dann in den nächsten Ausschuss und wer sich abends zurücklehnen möchte, hat die Rechnung ohne die Verbände und Interessensvertretungen gemacht. Denn auch sie pflegen die Kontakte zu Klaus Brandner, wollen Denkanstöße geben und schildern, wie gewisse politische Entscheidungen sich auf ihren Alltag auswirken. Dafür, dass bei so vielen Terminen alles rei¬bungslos klappt, sorgt das Büro jedes Abgeordneten. Hier werden alle Termine koordiniert, die Verbindung zum Wahlkreis und den dortigen Büros gehalten und die Sitzungswochen intensiv vorbereitet
Zum alten Vorurteil „man sieht ja an der Anzahl der Politiker im Plenum, wie wenig sie arbeiten“, meint der Praktikant: „Das Plenum nehmen die Leute gerne als Gradmesser dafür, ob Politiker fleißig oder faul sind, je nachdem ob es voll oder leer ist, aber eigentlich ist es lediglich dafür da, die Ergebnisse „nur“ noch vor der Öffentlichkeit zu diskutieren“. Denn die wahre Arbeit findet in den Ausschüssen statt und dort wird um jedes Wort und jede Entscheidung gekämpft.
In den sitzungsfreien Wochen muss Klaus Brandner als Arbeits- und Sozialpolitischer Sprecher nicht nur detailliert auf die nächste Sitzungswoche vorbereiten, sondern im Wahlkreis sein Amt als Abgeordneter wahrnehmen. „Klaus ist unheimlich aktiv in seiner Region, dass wurde mir besonders durch die Schilderungen anderer Praktikanten vom Alltag ihrer Abgeordneten klar“, findet Dennis Selent es beachtlich, wie oft Brandner in Gütersloh und Umgebung Ortsvereine und andere Gruppierungen besucht. Regelmäßig hat der Verler eine aktive Rolle bei abendlichen Veranstaltungen und referiert zu seinen Themen Arbeit und Soziales, berichtet aber auch allgemein von der Bundespolitik.
Sein Praktikum lässt Dennis Selent seinen Abgeordneten und die Bundespolitik aus anderen Augen sehen. „Als Bürger macht man sich keine Vorstellungen darüber, was wirklich hinter den Mauern des Bundestages abläuft.“ Seit Mitte Oktober ist Dennis Selent zurück in Gütersloh und besucht als Student wieder Vorlesungen in der Universität Bielefeld und wird die Aktivitäten seines Abgeordneten nun wieder aus dem Wahlkreis mitverfolgen. Ein Fazit seines Praktikums: „Klaus Brandner ist Politiker mit Leib und Seele, wirklich geboren für seinen Beruf.“