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Pressemitteilung:

30. Oktober 2007

Trend rückläufiger Arbeitsmarktzahlen hält an – gute Finanzsituation nutzen zur Qualifizierung

Zu den aktuellen Arbeitsmarktzahlen erklärt der arbeits- und sozialpolitische Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion Klaus Brandner:

Der Trend rückläufiger Arbeitslosenzahlen hält auch im Oktober an.Saisonbereinigt ging die Arbeitslosigkeit gegenüber dem Vormonat um 40.000 nach 49.000 im September und durchschnittlich 43.000 von Januar bis August zurück. Im Vorjahresvergleich gab es im Oktober 2007 16 Prozent weniger Arbeitslose, das sind 694.000 mehr Menschen in Beschäftigung. Die positive Entwicklung setzt sich auch bei der Zunahme der Erwerbstätigenzahlen auf über 40 Millionen fort. Besonders zu begrüßen ist die Zunahme der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten um 589.000 gegenüber dem Vorjahr. Ebenfalls hervorzuheben ist der Rückgang bei den Langzeitarbeitslosen im SGB II um insgesamt zehn Prozent gegenüber dem Vorjahr.

Die Zahlen machen deutlich, wie robust die Konjunktur in Deutschland auch bei schwierigerer internationaler Lage ist. Zwar zeigen auch hier die hohen Ölpreise von 90 US-Dollar pro Barrel, der hohe Euro-Kurs und die Krise auf den Finanzmärkten Wirkungen. Die aktuellen Indikatoren Auftragseingang und Produktionsentwicklung nehmen jedoch zu. Das zeigt, die Auftragslage und die Einstellungsbereitschaft ist weiterhin positiv.

Die Finanzlage der Bundesagentur für Arbeit (BA) hat sich deshalb auch im dritten Quartal positiv entwickelt. Die BA rechnet mittlerweile mit einem Überschuss von gut sechs Milliarden Euro in diesem Jahr. Bedauerlicherweise werden die Mittel für Qualifizierung nicht in vollem Umfang genutzt. Wenn von den Leistungen der aktiven Förderung 1,57 Millionen Euro nicht eingesetzt werden, muss über die Steuerung der Mittel nachgedacht werden. Für uns jedenfalls bleibt die Zielrichtung klar: die Bundesagentur für Arbeit muss mehr als bisher die Unternehmen beraten, damit die Menschen über Qualifizierung gar nicht arbeitslos werden. Arbeitsmarktpolitik sollte im Sinne einer Beschäftigungsversicherung noch mehr präventiv ausgerichtet sein.

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