Pressemitteilung:
Halle-Künsebeck, 30. Juli 2007
Perspektiven für benachteiligte Langzeitarbeitslose
Staatssekretär Rudolf Anzinger im Gespräch vor Ort
„Job-Perspektive“ – unter dieser Überschrift hat der Bundestag in der letzten Sitzungswoche zwei Gesetze verabschiedet. Diese betreffen junge und ältere Langzeitarbeitslose mit besonderen Vermittlungshemmnissen. Vor Ort erörterte jetzt der heimische Bundestagsabgeordnete Klaus Brandner mit den Bürgermeistern aus Borgholzhausen und Steinhagen die Lage vor Ort.
Als besonderer Gast nahm an dem Gespräch bei Jäckel in Halle-Künsebeck der Staatssekretär im Bundesarbeitsministerium, Rudolf Anzinger teil. Anzinger betonte insbesondere die Differenzierung der neuen Angebote. So sollen diejenigen Problemgruppen unter den länger Arbeitslosen erreicht werden, die aufgrund mehrerer persönlicher Beeinträchtigungen bisher nicht in Arbeit zu vermitteln waren.
Klaus Brandner: „Trotz erfreulich rückgängiger Arbeitslosigkeit, die insgesamt immer noch viel zu hoch ist, haben viele Langzeitarbeitslose aktuell und mittelfristig keine Chance auf Integration in den regulären Arbeitsmarkt“. Mit dem „Gesetz zur Verbesserung der Beschäftigungschancen von Menschen mit Vermittlungshemmnissen“ hat die Regierungskoalition reagiert und ein Programm für zunächst 100.000 Menschen aufgelegt. Klaus Besser, Steinhagener Bürgermeister begrüßt die Maßnahme, mit der dann doch den oft „Ärmsten der Armen“ noch geholfen werden kann.
Gefördert werden ab 1. Oktober diesen Jahres einmal Arbeitgeber, die einen erwerbsfähigen Hilfebedürftigen einstellen. Der hierfür vorgesehene Beschäftigungszuschuss kann bis zu 75 Prozent des Arbeitsentgeltes betragen. In Frage hierfür kommen Langzeitarbeitslose ab 25 Jahren, bei denen eine anderweitige Aktivierung bisher nicht zum Erfolg geführt hat und dies auch in den nächsten zwei Jahren so nicht zu erwarten ist. Tätigkeiten im gewerblichen Bereich werden genauso gefördert wie solche bei Integrationsunternehmen und im sozialen Bereich.
Zum zweiten sollen jüngere Menschen mit Vermittlungshemmnissen und bildungsschwache Jugendliche, die das 25. Lebensjahr noch nicht vollendet haben, die Chance erhalten, sich am Arbeitsplatz zu bewähren und ihre Qualifikation zu verbessern. Die Instrumente hierfür sind Eingliederungs- sowie Qualifizierungszuschüsse. Anteile daraus sollen für Qualifizierung und Ausbildung verwandt werden, damit das eventuelle Nachholen eines Berufsabschlusses erleichtert wird.
Klaus Brandner: „Mit der Jobperspektive schaffen wir dauerhafte sozialversicherungspflichtige Beschäftigungsmöglichkeiten, die tariflich oder ortsüblich entlohnt werden. Ansprechpartner ist die örtliche Agentur für Arbeit und die Arbeitsgemeinschaft gt-aktiv.“