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Pressemitteilung:

05. Januar 2007

Jobperspektive für Langzeitarbeitslose ist mehr als Kombilohn

Zu den Vorschlägen eines öffentlich geförderten Arbeitsmarktes erklärt der arbeits- und sozialpolitische Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion, Klaus Brandner:

Die Arbeitsmarktentwicklung im letzten Jahr war außerordentlich gut. Dies zeigt sich allein schon am Rückgang der Langzeitarbeitslosen um 212.000. Die Perspektiven für 2007 sind vielversprechend. Der Rückgang wird allerdings erneut an den Langzeitarbeitslosen mit umfangreichen Vermittlungshemmnissen vorbeigehen. Deshalb brauchen wir selbst bei noch so guter Entwicklung auf dem Arbeitsmarkt spezielle Instrumente für Menschen, die auch in absehbarer Zeit keine Chancen auf dem ersten Arbeitsmarkt haben. Einfache Kombilohnmodelle helfen hier nicht weiter. Deshalb schlägt die SPD-Bundestagsfraktion mit der Jobperspektive eine gezielte Beschäftigungsstrategie für diejenigen vor, bei denen mehrere Vermittlungshemmnisse bestehen, sei es aufgrund des Alters, aufgrund der Ausbildung oder aufgrund persönlicher Einschränkungen.

Die Jobperspektive ist ein umfassendes und integriertes Konzept, das sich auf die Elemente öffentlich geförderter Arbeitsmarkt, Qualifizierung und besondere Betreuung stützt. Es geht um mehr als um den Ausgleich von Produktivitätsnachteilen durch finanzielle Zuwendungen. Gerade die Qualifizierung und die besondere Förderung sollen die Beschäftigungsfähigkeit verbessern. Nur wenn diese Elemente zusammengreifen, führt man die Menschen aus der Sackgasse heraus.

Voraussetzung ist eine genaue Festlegung wer arbeitsmarktfern ist und voraussichtlich in absehbarer Zeit keine Chance auf dem regulären Arbeitsmarkt hat. Ein Start mit rund 100.000 ist realistisch. In jeder Regionaldirektion der Bundesagentur für Arbeit sollte zumindest ein Projekt eingerichtet werden, um eine ausreichende Flächendeckung zu erzielen. Einsatzfelder können Unternehmen des ersten Arbeitsmarktes, soziale Betriebe und/oder Integrationsunternehmen sein. Auch für diesen Personenkreis muss die Perspektive des ersten Arbeitsmarkt erhalten bleiben. Deshalb muss regelmäßig geprüft werden, inwieweit die Integration in den regulären Arbeitsmarkt möglich ist.
Links:
JOB-Perspektive - Arbeit für Langzeitarbeitslose ohne Chancen auf dem regulären Arbeitsmarkt

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