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Pressemitteilung:

03. Januar 2007

Selbst im Dezember Rückgang der Langzeitarbeitslosen

Zu den Arbeitslosenzahlen im Dezember erklärt der arbeits- und sozialpolitische Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion, Klaus Brandner:

Der Rückgang der Langzeitarbeitslosen im Dezember spiegelt die positiven Konjunkturerwartungen der Unternehmen wider. Sie stellen wieder mehr ein. Gegenüber dem Vormonat gibt es im Dezember 23.000 weniger Langzeitarbeitslose. Insgesamt sind 2006 gegenüber dem Vorjahr 212.000 weniger Menschen in der Langzeitarbeitslosigkeit. Das ist ein guter Start in das neue Jahr. Die gute Konjunkturentwicklung erhält hierdurch weiteren Auftrieb. Wer arbeitet verdient mehr und stützt die Binnenkonjunktur. Deshalb wird der Arbeitsmarkt in 2007 von dem sich selbst tragenden Aufschwung deutlich profitieren. Das Wachstum steht auf breiter Basis.

Die Monatszahlen allein sind schon außergewöhnlich gut: saisonbereinigt ist die Arbeitslosigkeit um 108.000 zurückgegangen, die Zahl der Erwerbstätigen ist saisonbereinigt um 46.000 gestiegen. Noch erfreulicher ist die Entwicklung im gesamten Jahresverlauf. Gegenüber dem Vorjahr gab es knapp 600.000 weniger Arbeitslose, davon ein Rückgang im SGB III um 21 Prozent oder 386.000 und bei den Langzeitarbeitslosen um 212.000 oder acht Prozent. Aus gesamtwirtschaftlicher Sicht ist der Anstieg der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten im Oktober gegenüber dem Vorjahr um 392.000 sehr zu begrüßen. Das ist ein kontinuierlicher Anstieg im Laufe des Jahres.

Die positive Entwicklung auf dem Arbeitsmarkt resultiert aus der guten Konjunkturerwartung für das nächste Jahr. Die Reformen der vergangenen Jahre haben die wirtschaftliche Basis gestärkt. Auf dem Arbeitsmarkt wird besser und schneller vermittelt. Das zeigt auch die hohe Zahl der genannten offenen Stellen von annähernd 800.000. Die Unternehmen haben wieder Vertrauen zur Vermittlungstätigkeit der BA und geben dort ihre freie Stellen an.

Die Entwicklung auf dem Arbeitsmarkt ist für uns Bestätigung und Auftrag zugleich. Bestätigung für die Richtigkeit unserer Politik und Auftrag für die Weiterentwicklung der Reformen. Um die nach wie vor hohe Arbeitslosigkeit im Niedriglohnsektor weiter nachhaltig zu senken helfen die Einfachrezepte des DIHK, nämlich Senkung der Arbeitskosten, nicht weiter. Wir brauchen eine Qualifizierungsoffensive auf allen Ebenen und unter Einbeziehung aller.

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