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Pressemitteilung:

03. Januar 2007

Nicht vorzeitig zum alten Eisen

Besuch bei der Arbeitslosenselbsthilfe Gütersloh
ASH-Geschäftsfüher Wolfgang Terwey (links), Klaus Brandner u. Betriebsleiter Jürgen Delker
Die Bundesregierung fördert aktuell verschiedene Maßnahmen, um die Erwerbsbeteiligung Älterer zu steigern und eine bessere Wiedereingliederung älterer Arbeitsloser in den Arbeitsmarkt zu gewährleisten. In diesem Zusammenhang traf sich der Gütersloher Abgeordnete und Arbeits- und Sozialpolitische Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion, Klaus Brandner, mit dem Geschäftsführer der ASH-Arbeitslosenselbsthilfe, Wolfgang Terwey und dem Betriebsleiter, Jürgen Delker, in Gütersloh, um sich vor Ort ein Bild davon zu machen, wie die Instrumente vor Ort umgesetzt werden und welche Wirkung sie in der Praxis entfalten.

„Ältere haben es schwer auf dem Arbeitsmarkt, aber richtig angepackt haben auch sie eine Chance“, dies zeige die erfolgreiche Arbeit der ASH im Rahmen des Modell-Projektes „Generation Gold 50plus“ in OWL, so Klaus Brandner anlässlich seines Besuches bei der ASH. Die ersten Ergebnisse des Modellprojektes sind ermutigend. Von 100 Teilnehmern wurden bisher 46 in Arbeit vermittelt. „Langzeitarbeitslose über 50 haben eine Chance, wenn es richtig angestellt wird“, stellt Arbeitsmarktexperte Brandner fest. Die Erfahrungen aus der Praxis einzubeziehen, sei essentiell für die erfolgreiche Weiterentwicklung der Gesetzgebung in diesem Bereich.
Auch eine achtjährige Arbeitslosigkeit ist keine unüberwindliche Hürde auf dem Weg zurück in den Job. Entscheidend für den Erfolg ist ein Bewusstseinswandel bei den Arbeitgebern. Hier konnte die ASH schon viel erreichen. „ASH hält engen Kontakt zu den Arbeitgebern und überzeugt diese von den Qualitäten der Langzeitarbeitslosen, schreibt das Thema Weiterbildung groß und begleitet die Arbeitsuchenden intensiv auf ihrem Weg zurück in den Job“, erläutert Jürgen Delker die Strategie der ASH. „Die Berufs- und Lebenserfahrung der Älteren ist ein „Pfund“, mit dem wir wuchern können.“ Und Klaus Brandner unterstrich: „Angesichts des drohenden Fachkräftemangels können die Arbeitgeber auf das Wissen und die Erfahrungen der Älteren nicht verzichten.“
Die Erfahrungen zeigen aber auch, dass nicht alle älteren Langzeitarbeitslosen in eine reguläre Beschäftigung auf dem Arbeitsmarkt vermittelt werden können. Hier setze seine Initiative Job-Perspektive an, erläuterte Arbeitsmarktexperte Brandner. Konkret geht es um arbeitsmarktferne, arbeitslose Bezieher von Arbeitslosengeld II. Für diesen Personenkreis sei eine gezielte Beschäftigungsstrategie erforderlich. Wolfgang Terwey begrüßte Klaus Brandners Initiative, Menschen, die auf den ersten Blick kaum eine Chance auf Integration in den regulären Arbeitsmarkt haben, eine Perspektive zu geben. „Diese Menschen brauchen die Unterstützung der Politik“, so Terwey.
„Eine sozialversicherungspflichtige Beschäftigung hat für uns Priorität“, unterstrich Klaus Brandner. Klar sei dabei: Die Perspektive einer Integration in den regulären Arbeitsmarkt dürfe nicht aus dem Auge verloren werden. Hier seien begleitende Hilfen notwendig.
Momentan stehen nur 45 Prozent der über 55-Jährigen im Berufsleben. Die Initiative 50 Plus der Bundesregierung will die Quote bis 2009 auf mindestens 50 Prozent anheben.


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