Pressemitteilung:
Berlin, 14. Dezember 2006
Beschäftigungschancen Älterer steigen durch bessere Qualifizierung
Zu der ersten Lesung des Gesetzes zur Verbesserung der Beschäftigungschancen älterer Menschen im Deutschen Bundestag erklärt der arbeits- und sozialpolitische Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion, Klaus Brandner:
Mit dem Gesetz für bessere Beschäftigungschancen Älterer werden wir die Arbeitsmarktsituation für Ältere verbessern. Wir wollen einen Mentalitätswandel in den Unternehmen. Ältere gehören nicht zum alten Eisen. Sie haben ein enormes Potenzial, dass wir für Wachstum und Wohlstand in Deutschland brauchen.
Kernelement des Gesetzes ist eine verbesserte Qualifizierung Älterer gerade in kleinen und mittleren Betrieben. Schon heute unterstützt der Staat die Qualifizierung Älterer in Betrieben mit bis zu 100 Beschäftigten. Das neue Gesetz regelt, dass zukünftig für Beschäftigte über 45 Jahren in Betrieben mit weniger als 250 Beschäftigten die Weiterbildungskosten übernommen werden können.
Qualifizierung ist präventive Arbeitsmarktpolitik. Sie verhindert, dass ältere Arbeitnehmer frühzeitig aus dem Erwerbsleben ausscheiden. Vorausschauende Betriebe haben längst erkannt, dass sie das große Potenzial älterer Arbeitnehmer besser nutzen können, wenn sie mehr tun für die betriebliche Weiterbildung. Mit der Finanzierung der Kosten der Weiterbildung für Ältere in kleinen und mittleren Unternehmen wird eine Lücke geschlossen. Die Förderung der Qualifizierung ist ein wirksamer Schritt zur Steigerung der Beschäftigungsquote Älterer. Unternehmerische Initiative wird dadurch nicht ersetzt, aber der Anreiz für betriebliche Weiterbildung wird deutlich erhöht.
Dokumente:Gesetz zur Verbesserung der Beschäftigungschancen älterer Menschen / Entwurf