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Pressemitteilung:

Berlin, 30. November 2006
Zu den Arbeitslosenzahlen im November

Rückgang bei den Langzeitarbeitslosen hält selbst im November an

Der anhaltende Rückgang bei den Langzeitarbeitslosen selbst im November ist außergewöhnlich positiv. Gegenüber dem Vorjahr sind 177.000 weniger Arbeitslose im SGB II, das ist ein Rückgang um immerhin 6 Prozent. Für 177.000 Menschen und ihre Familien bedeutet das wieder Teilhabe durch Arbeit. Die Bedarfsgemeinschaften sind entsprechend gegenüber dem Vormonat um weitere 45.000 zurückgegangen, was eine Entlastung auf der Finanzseite bedeutet. Die Unkenrufe nach weit überhöhten Kosten für die Langzeitarbeitslosen in diesem Jahr verlieren immer mehr an Fundierung. Sie waren möglicherweise auch eher gedacht um Leistungskürzungen zu begründen. Wir fühlen uns jedenfalls bestätigt, an dem bisherigen arbeitsmarktpolitischen Kurs festzuhalten, der insbesondere auf Qualifizierung der Arbeitssuchenden setzt.

Die kräftigen Investitionen der Wirtschaft spiegeln sich immer besser auf dem Arbeitsmarkt wider. Auch die Perspektiven für einen anhaltenden Rückgang der Arbeitslosenzahlen in den kommenden Jahren sind gut. Die OECD erwartet für 2007 ein BIP-Wachstum von 1,8% und für 2008 von 2,1%. Die Arbeitslosigkeit dürfte danach in 2006 und 2007 zusammen um gut 600.000 zurückgehen. Die Hauptantriebskräfte der Konjunktur werden immer mehr die Binnennachfrage und hierbei insbesondere die Investitionen. Mit rückläufiger Arbeitslosigkeit wird auch der private Konsum zu einem stützenden Pfeiler der Wirtschaftsdynamik.

Die Zahlen sind rundweg gut. Saisonbereinigt ist die Arbeitslosenzahl im November erneut um 86.000 zurückgegangen nach 73.000 im Oktober und 46.000 durchschnittlich von Juni bis September. Die Erwerbstätigenzahl ist weiter um 26.000 Personen gestiegen. Das Statistische Bundesamt weist zu Recht darauf hin, dass die Zunahme der Erwerbstätigen vor allem im Bereich der voll sozialversicherungspflichtigen Arbeitnehmer getragen wird. Die Erwerbstätigenquote lag mit 70,2% erstmals über dem Beschäftigungsziel der Lissabon-Strategie, die bis 2010 mindestens 70% anstrebt. Deshalb ist die weitere Zunahme der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten um mittlerweile 317.000 gegenüber dem Vorjahr besonders erfreulich.

Die positiven Zahlen auf dem Arbeitsmarkt zeigen, dass die Reformen der vergangenen Jahre richtig waren und dass wir allmählich die Früchte ernten. Sie sind Ansporn, an der verlässlichen Politik festzuhalten. Wir halten Kurs.

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