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Pressemitteilung:

02. November 2006
Zu den Arbeitslosenzahlen im Oktober

Erfreulicher Rückgang bei den Langzeitarbeitslosen

Zu den Arbeitslosenzahlen im Oktober erklärt der arbeits- und sozialpolitische Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion, Klaus Brandner:

Der Rückgang der Langzeitarbeitslosen im Oktober um 88.000 gegenüber September und um 122.000 gegenüber dem Vorjahr ist sehr erfreulich. Der Rückgang der Langzeitarbeitslosen gegenüber September liegt sogar über dem Rückgang bei den Kurzzeitarbeitslosen mit minus 65.000. Er zeigt, dass die Konjunkturdynamik zugenommen hat und sich immer mehr auf dem Arbeitsmarkt niederschlägt. Der Rückgang bei den Langzeitarbeitslosen zeigt sich besonders auch bei dem Rückgang der Bedarfsgemeinschaften im SGB II um 92.000. Dieser Trend muss bei den Verhandlungen um die Kosten der Unterkunft berücksichtigt werden. Schließlich gehen immer mehr Forschungsinstitute davon aus, dass die Konjunkturdynamik durch die Mehrwertsteuererhöhung im nächsten Jahr nur schwach beeinflusst wird. Hierfür sprechen die sinkenden Energiekosten und die gestiegenen Steuereinnahmen, die vor allem den Kommunen einen höheren Investitionsspielraum geben.

Der positive Trend der letzten Monate auf dem Arbeitsmarkt setzt sich mit den Oktoberzahlen kontinuierlich fort. Alle Indikatoren deuten nach oben. Saisonbereinigt ist die Arbeitslosigkeit im Oktober erneut um 67.000 zurückgegangen, nach 23.000 im September und monatsdurchschnittlich um 49.000 von Juni bis August. Die Zahl der Erwerbstätigen ist weiter gestiegen um 24.000. Positiv ist hierbei, dass die Zahl der Selbstständigen im dritten Quartal um 40.000 zugenommen hat. Besonders erfreulich ist die Zunahme der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten im August gegenüber dem Vorjahr um 258.000. Nimmt man die hohe Zahl der gemeldeten offenen Stellen in Höhe von 825.000 hinzu, dann ergibt sich insgesamt ein deutlich günstigeres Bild auf dem Arbeitsmarkt als noch vor einem Jahr.

Die gute Konjunkturentwicklung und die Arbeitslosenzahlen sind das Ergebnis der Reformen aus den vergangenen Legislaturperioden und aus der aktuellen Politik der großen Koalition. Wir sehen uns in der Politik für mehr Wachstum, für Strukturreformen und für Konsolidierung bestätigt. Wir sehen die Arbeitslosenzahlen aber auch als Ansporn für eine Fortsetzung einer verlässlichen Politik. Populistische Forderungen wie diejenigen von Herrn Rüttgers verunsichern die Menschen. Wer einerseits den Älteren länger Arbeitslosengeld auf Kosten der Jüngeren verspricht und andererseits die Kinder für ihre bedürftigen Eltern heranziehen will, spaltet die Gesellschaft. Wir wollen keine Spaltung alt gegen jung sondern ein Miteinander der Generationen.

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