Pressemitteilung:
Berlin, 10. Oktober 2006
Flexible Übergänge in den Ruhestand sind und bleiben notwendig
Zu den Vorstellungen des CSU-Generalsekretärs Markus Söder, den Rentenbeginn zu flexibilisieren, erklärt der arbeitsmarkt- und sozialpolitische Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion, Klaus Brandner:
Es ist zu begrüßen, dass der Generalsekretär der CSU, Markus Söder, sich dafür ausspricht, dass Arbeitnehmern ein möglichst flexibler Übergang in den Ruhestand ermöglicht werden soll. Zutreffend hat er analysiert, dass zu starre Regeln in den Sozialsystemen die Menschen zwingen können, zu einem festen - nicht immer gewollten - Zeitpunkt in Rente zu gehen. Nur ist dieses keine neue Erkenntnis, sondern gehört seit langem zum Rüstzeug eines jeden sozialdemokratischen Arbeitsmarkt- und Sozialpolitikers.
Wer die Beschäftigungschancen Älterer erhöhen will, muss auch die Möglichkeiten schaffen, dass flexible Übergänge aus dem Erwerbsleben in den Ruhestand möglich bleiben. Die notwendige Anhebung des Renteneintrittsalters und das anstehende Auslaufen der geförderten Altersteilzeit dürfen nicht zur Entflexibilisierung führen. Daher haben wir der Union unsere Vorstellungen dazu unterbreitet, wie Flexibilität weiter gewährleistet werden kann. Es bleibt zu hoffen, dass nicht nur Herr Söder die notwendige Flexibilität im Denken aufbringt.