Pressemitteilung:
Berlin, 17. Juli 2006
Zur Initiative 50 plus des Bundesministers für Arbeit und Soziales:
Gezielte Unterstützung für Ältere erhöht die Chancen auf dem Arbeitsmarkt
Zu der Initiative 50 plus des Bundesministers für Arbeit und Soziales erklärt der arbeits- und sozialpolitische Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion, Klaus Brandner:
Die gezielte Unterstützung älterer Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer erhöht deren Chancen auf dem Arbeitsmarkt. Deshalb sind die Pläne von Bundesminister Franz Müntefering sehr zu unterstützen. Positiv ist, dass die Instrumente schon bei Arbeitslosengeld I - Beziehern ansetzen, um ältere Arbeitnehmer erst gar nicht zu Langzeitarbeitslosen zu machen. Jetzt kommt es darauf an, die Unterstützung zielgenau auf die wirklich Bedürftigen zuzuschneidern.
Die SPD-Bundestagsfraktion will die Beschäftigungsfähigkeit älterer Arbeitnehmer erhöhen. Deswegen begrüßen wir gerade die Unterstützung der Weiterbildung in kleinen und mittleren Unternehmen. Die Heraufsetzung der Förderschwelle auf Betriebe mit 200 bis 250 Beschäftigten ist ein klarer Akzent für mehr betriebliche Qualifizierung, für präventive Arbeitsmarktpolitik und damit für mehr Beschäftigung.
Die Ausweitung der Entgeltsicherung und des Eingliederungszuschusses sowie die Übernahme der Weiterbildungskosten in kleinen und mittleren Unternehmen erhöhen die Anreize für die Unternehmen, Ältere einzustellen. Sie sind zentrale Elemente der weitergehenden Initiative 50 plus, mit der die Beschäftigungschancen Älterer wirksam gesteigert werden können. Für die Unternehmen wird es immer schwieriger, eine Ausrede zu finden, wenn sie nur jüngere Arbeitnehmer einstellen. Die Initiative 50 plus fördert den notwendigen Mentalitätswandel bei den Personalverantwortlichen. Jetzt sind die Unternehmen am Zug. Nutzen Sie das Potenzial der älteren Arbeitnehmer.