Pressemitteilung:
18. Juli 2006
Nicht resignieren, sondern selbst aktiv sein
Klaus Brandner lobt Gründer der Initiative »Projekt 50«
Motivierte Mitstreiter aus dem Kreis Gütersloh gesucht
Kreis Gütersloh. „Unter uns sind Kaufleute, Webdesigner, Architekten, Techniker, Kraftfahrer, …“ – diese Aufzählung von Berufen könnten Rolf Steingrüber und Klaus Topfstedt noch lange weiterführen. Sie sind die Gründer des Vereins »Projekt 50« und Geschäftsführer der Solinger Modell gGmbH. Die zahlreichen anderen Mitglieder des Vereins kommen aus sehr unterschiedlichen Berufssparten, teilen aber dasselbe Schicksal: Im Alter von über 50 Jahren haben sie ihren Beruf verloren. Anstatt zu jammern, entschieden sich die engagierten Arbeitslosen dafür, selbst aktiv etwas gegen ihre Arbeitslosigkeit zu tun: Ihr Projekt versucht qualifizierte Menschen im Alter von um die 50 Jahren wieder in Arbeit zu bringen. Von den ersten Erfolgen berichteten Rolf Steingrüber und Klaus Topfstedt nun Klaus Brandner, dem Arbeits- und Sozialpolitischen Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion.
„Der wichtigste Ort für soziale Integration ist der Arbeitsplatz“, das weiß der Bundestagsabgeordnete aus dem Kreis Gütersloh sehr gut. „Genau deshalb ist es auch so wichtig, den Menschen Arbeit bieten zu können.“ Dass trotz aller Bemühungen aber nicht alle Arbeitssuchende von den Arbeitsagenturen vermittelt werden können, erfuhren Rolf Steingrüber und Klaus Topfstedt am eigenen Leib. „Deshalb wollten wir selbst auf die Suche gehen und so entwickelte sich der Verein »Projekt 50«“, berichtete Klaus Topfstedt. In Solingen eröffnete das Projekt sein erstes Büro, aber schon längst sind weitere in ganz Deutschland dazu gekommen: In Remscheid, Leverkusen, Wuppertal, Stuttgart, Quedlinburg, Düsseldorf und im Rhein-Erftkreis ist das »Projekt 50« inzwischen zu finden. „Wir wollen mit unserem Wissen dort helfen, aber entscheidend sind Menschen vor Ort“, betonte Rolf Steingrüber eindringlich. Sehr gut kann er sich vorstellen, dass es auch im Kreis Gütersloh solche Aktivitäten geben könnte: „Arbeitslose Bürger können sich gerne an uns wenden.“
Über die Vision und die Initiative der beiden Geschäftsführer freute sich Arbeitsmarktexperte Klaus Brandner sehr. „Solche konstruktiven Ideen sind wichtig und durchdacht“, lobte der Politiker. „Durch eure Aktivität findet ihr Nischen, die sonst brach liegen würden.“ Mit dem Solinger Modell gGmbH ist aus dem Verein »Projekt 50« ein gemeinnütziges Projekt zur Schaffung von Arbeitsplätzen entstanden. Langzeitarbeitslosen im fortgeschrittenen Alter werden versucht wieder in den Arbeitsmarkt zu integrieren und der Wirtschaft werden mit ihnen kompetente und erfahrene Mitarbeiter vermittelt. „In Solingen haben wir inzwischen einige Arbeitslose auf diesem Weg eine neue Anstellung gefunden“, berichtete Klaus Topfstedt stolz. „Der Beschäftigungsbereich ist so facettenreich wie die Berufe unserer Mitglieder: Vom Erstellen eines Stadtmagazins über die Ausarbeitung eines Marketingkonzeptes für den Fußballverein FC Union Solingen bis hin zu Hausmeisterservicetätigkeiten.“
Auch für die Zukunft haben die Akteure vom »Projekt 50« schon zahlreiche Ideen im Hinterkopf. „Ich bin begeistert, wie engagiert ihr euch zeigt und werde euch helfen, euer Projekt bekannter zu machen“, sicherte Klaus Brandner seinen beiden Besuchern seine Unterstützung zu. „Ihr geht genau den richtigen Weg, resigniert nicht, sondern seid selbst aktiv.“ Der Bundestagsabgeordnete betonte, wie wichtig es sei, in diesen Zeiten nach Nischen im Dienstleistungsbereich zu suchen, denn in der Industrie werden kaum neue Stellen entstehen. „Ihr seid sehr gute Vorbilder und glaubt an eure Qualitäten“, freute sich Brandner. „Ich hoffe, ihr könnt noch mehr Menschen ohne Arbeit mit eurem Optimismus und eurer Kreativität motivieren, sich in euren Projekten zu engagieren.“ Um das Solinger Modell und den Verein »Projekt 50« auch in Berlin ins Gespräch zu bringen, will sich der Bundestagsabgeordnete nun darum kümmern, dass die beiden Männer ihr Projekt im Rahmen eines Workshops in der Hauptstadt vorstellen können.
Wer nun neugierig geworden ist und sich über das Projekt informieren will, kann sich per Email informieren: info@projekt50.de