Pressemitteilung:
Berlin, 14. Juli 2006
Einfrieren der Ausbildungsvergütungen ist falsches Rezept
Zu den Vorschlägen des Bundeswirtschaftsministers Glos, die Ausbildungsvergütungen einzufrieren, erklärt der arbeits- und sozialpolitische Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion Klaus Brandner:
Mit dem Einfrieren der Ausbildungsvergütungen wird kein einziger neuer Ausbildungsplatz geschaffen. Herr Glos macht es sich zu einfach, wenn er die Forderungen der Wirtschaft nach Einfrieren der Ausbildungsvergütungen zu eigen macht. Die Wirtschaft sitzt bei den Tarifverhandlungen selbst mit am Tisch und setzt die Löhne fest. Auch bei den Ausbildungsvergütungen hat sich die Tarifautonomie bestens bewährt. Die Tarifvertragsparteien gehen sehr verantwortungsbewußt mit den Ausbildungsvergütungen um.
Aber auch in der Sache lehnt die SPD-Bundestagsfraktion Senkungen der Ausbildungsvergütungen als Allheilrezept ab. Wer motivierte und leistungsbereite Auszubildende haben will, muß auch einen angemessenen Lohn bezahlen. Die Ausbildung rechnet sich für die Wirtschaft. Das hat zu Recht kürzlich auch Herr Kentzler vom ZdH betont. Deswegen stehe die Senkung der Lehrlingsgehälter im Handwerk nicht im Vordergrund. Die Wirtschaft ist gut beraten, mehr für die Ausbildung zu tun, und zwar im eigenen Interesse. Wer morgen qualifizierte Mitarbeiter haben will, der muß heute ausbilden.