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Pressemitteilung:

Berlin, 29. Juni 2006

Positiver Trend auf dem Arbeitsmarkt verstärkt sich

Zu den Arbeitslosenzahlen für den Monat Juni erklärt der arbeits- und sozialpolitische Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion, Klaus Brandner:

Der positive Trend auf dem Arbeitsmarkt verstärkt sich allmählich. Der Rückgang der Arbeitslosigkeit im Juni um saisonbereinigt 49.000, der Anstieg der Erwerbstätigen im Mai um 36.000 sowie die gestoppte Rückgang bei den sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung sind ermutigend für die weitere Entwicklung auf dem Arbeitsmarkt und besonders für die weitere wirtschaftliche Entwicklung. Eine weitere gute Arbeitsmarktentwicklung wird eine Stütze des privaten Konsums, der wiederum zu mehr wirtschaftlichen Wachstum führt. Von daher haben wir die Chance, in einen Prozess des von der Binnenwirtschaft getragenen Aufschwungs zu kommen. Es ist sehr zu begrüßen, dass es in vielen Unternehmen zu einem Beschäftigungsaufbau kommt und nicht nur negative Beispiele wie das der Allianz Schule machen, die trotz hoher Gewinne über 7.000 Beschäftigte entlassen wollen. Einsparungen zu Lasten der Beschäftigten sind keine nachhaltige Unternehmensstrategie.

Sehr positiv ist, dass der Rückgang der Arbeitslosenzahlen sowohl im SGB III aber auch bei den Langzeitarbeitslosen zu erkennen ist. Der Rückgang von 52.000 Langzeitarbeitslosen ist zuallererst für die Menschen sehr zu begrüßen. Er ist aber auch ein positives Signal hinsichtlich der Diskussion über die Kostenentwicklung bei Hartz IV. Einfache Hochrechnungen der Kostenentwicklung aus dem Schlechtwetterquartal auf das gesamte Jahr sind nicht tragfähig. Sie verunsichern die Menschen.

Unbefriedigend ist nach wie vor die Situation auf dem Ausbildungsmarkt. Die Wirtschaft ist aufgefordert, ihre Zusagen aus dem Ausbildungspakt zu erfüllen. Wer morgen Fachkräfte braucht, muß heute ausbilden.

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