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Kreis Gütersloh, 20. Juni 2006

Klaus Brandner lobt Einsatz für das Ehrenamt

Ehrenamtlich Engagierte aus dem Kreis Gütersloh genießen Berlinfahrt
Über 23 Millionen Menschen in Deutschland sind bürgerschaftlich aktiv – auch im Kreis Gütersloh gibt es viele, die mit ihrem Engagement dazu beitragen, dass unser Gemeinwesen lebenswert bleibt. Ob in Gewerkschaften, als Betriebsrat, bei der Gütersloher Tafel, bei der Freiwilligen Feuerwehr Harsewinkel, dem Technischen Hilfswerk in Halle, in der Kolpingfamilie oder dem DLRG Verl– ehrenamtliches Engagement im Kreis Gütersloh hat viele Gesichter. Damit dieser Einsatz für die Gemeinschaft nicht nur in Sonntagsreden gewürdigt wird, lädt der Gütersloher Bundestagsabgeordnete Klaus Brandner jedes Jahr fünfzig ehrenamtlich Aktive aus seinem Wahlkreis zu einem dreitätigen Besuch in die Hauptstadt ein.

Auch in diesem Jahr war die von Klaus Brandner in Zusammenarbeit mit dem Bundespresseamt organisierte Ehrenamtsfahrt wieder ein voller Erfolg. Das Programm, das unter dem Motto stand, den Besucherinnen und Besuchern aus dem Kreis Gütersloh das politische und gesellschaftliche Leben in der Bundeshauptstadt näher zu bringen, war sehr vielseitig und abwechslungsreich.
Natürlich dreht sich in Berlin im Augenblick alles um das runde Leder. So gab es zur Einstimmung auf die Fußballweltmeisterschaft eine Führung durch die Ausstellung „Das Spiel – Die Fußball-Weltmeisterschaften im Spiegel der Sportfotografie“ im Deutschen Historischen Museum, die nicht nur Fußballfreunde begeisterte. Denn die Aufnahmen, die aus dem Fundus von Sportfotografen, von internationalen Pressebildagenturen sowie aus Sammlungen von Museen und Archiven von Sportzeitungen wie der französischen Zeitschrift »L’Equipe« stammen, zeigen große Spieler, berühmte Tore, besondere Ereignisse und starke Emotionen aus den 17 Weltmeisterschaften. Auch im Bundesministerium des Innern, das auch zuständig ist für den Sport, konnten sich Brandners Gäste über die Vorbereitungen und Sicherheitsmaßnahmen rund um die WM informieren. So erfuhren sie, dass alles dafür getan wird, dass Deutschlands Gäste sich bei uns nicht nur wohlfühlen und unser Land als weltoffen und tolerant kennen lernen, sondern sich bei uns vor allem auch sicher fühlen. Deshalb sind Polizeikräfte aus 13 europäischen Ländern in Deutschland, um gemeinsam mit Kräften der Bundespolizei in den Tagen der Fußball-WM für Sicherheit an den Grenzen, auf den Bahnstrecken und auf Flughäfen sorgen.
Sehr emotional stellte sich der Besuch des „Denkmal für die ermordeten Juden Europas“ dar. Das Holocaust-Mahnmal im Zentrum Berlins gleich neben dem Brandenburger Tor ist die zentrale Holocaust-Gedenkstätte Deutschlands, ein Ort der Erinnerung und des Gedenkens an die bis zu sechs Millionen Opfer. Sehr ruhig lauschten die Gäste aus dem Kreis Gütersloh den Worten der Führerin und gingen dann selbstständig durch die schmalen Gänge des Stelenfeldes, das nach den Plänen des Architekten Peter Eisenman gebaut wurde.
Klaus Brandner begrüßte seine Gäste am ersten Abend in seinem Stammitaliener, der Osteria Caruso unweit des Potsdamer Platzes. „Euer Engagement ist eine Bereicherung für die Gesellschaft und wunderbarer Beleg für den Ideenreichtum und den ehrenamtlichen Einsatz in unserem Land. Deshalb freue ich mich, Euch mit der Einladung zu dieser Fahrt ein Stückchen der Anerkennung geben zu können, die Ihr für Euren tagtäglichen Einsatz verdient.“ Norbert Cordes, 1. Vorsitzender des Löschzugs Marienfeld der Freiwilligen Feuerwehr Harsewinkel erwiderte: „Ich finde es klasse, dass auch ehrenamtliches Engagement einmal gewürdigt wird, meine Kameraden und ich haben uns riesig über diese Einladung gefreut.“ Auch Gerhard Stübbe von der Gütersloher Tafel freute sich über die Wertschätzung des Abgeordneten, die durch die Einladung zu Ausdruck kam, und wünschte sich auf breiter gesellschaftlicher Ebene mehr Anerkennung für Ehrenamtliches Engagement.
Einen gründlicheren Überblick über die Hauptstadt bekamen die Gäste von Klaus Brandner während einer dreistündigen Stadtrundfahrt, außerdem konnten sie aus dem oberen Stockwerks des gläsernen Bahntowers am Potsdamer Platz den herrlichen Blick über Berlin bewundern.
„Der Höhepunkt war für mich der Besuch beim Deutschen Bundestag“, fand Wolfgang Sander, Ortsbeauftragter des THW in Halle. Klaus Brandner nahm sich den ganzen Vormittag Zeit, um seinen Gästen den Ablauf seines Alltags in einer Sitzungswoche in Berlin zu erläutern und seine Gäste persönlich durch den Reichstag und die sich anschließenden Gebäude des Deutschen Bundestags zu führen. Nach einem Vortrag im Reichstag auf der Besuchertribüne des Plenarsaals nahmen die Ehrenamtlichen im Sitzungssaal des Ausschusses für Arbeit und Soziales im Paul-Löbe-Haus Platz und durften sich auf den im Kreis angeordneten Sesseln wie Abgeordnete fühlen. „Das nach dem Sozialdemokraten Paul Löbe benannte Gebäude wird übrigens von den Berlinerinnen und Berlinern wegen der von außen einsehbaren Rotunden, in denen die verglasten, mehrgeschossigen Ausschusssitzungssäle untergebracht sind, auch liebevoll „Achtzylinder“ genannt“, wusste Klaus Brandner zu erzählen.
Anschließend zeigte der Gütersloher Abgeordnete seinen Gästen seine Lieblingsecken, wie zum Beispiel die einmalige Aussicht von der Brücke, die Paul-Löbe-Haus und Marie-Elisabeth-Lüders-Haus in luftiger Höhe über der Spree verbindet. Die Brücke zwischen den beiden Parlamentsbauten schließt die Verbindung zwischen West und Ost. Der Architekt der beiden Häuser, Stephan Braunfels, nennt es den "Sprung über die Spree". Das Marie-Elisabeth-Lüders-Haus ist der dritte Parlamentsneubau an der Spree. Es vollendet das "Band des Bundes", das mit dem von Axel Schultes entworfenen Bundeskanzleramt beginnt.
Den Abschluss des Besuchs bildete natürlich die Besichtigung der von Sir Norman Foster entworfenen Reichstagskuppel, von der aus die Besucherinnen und Besucher in 40m Höhe bei strahlend blauem Himmel einen einmaligen Rundblick über die Stadt genossen.
„Uns gefällt es so gut, schade, dass wir nicht noch länger bleiben können“, fand Dieter Krümpelmann, Vorsitzender des Kreisjugendausschusses, als der Abschied bevorstand.


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