Pressemitteilung:
26. April 2006
Klaus Brandner besucht SOS-Berufsausbildungszentrum in Detmold
„Dieses Angebot ist aus der Region nicht mehr wegzudenken“
„Das ist gar nicht so schwer“, erklärt Marco und bedient die große und laute Maschine. Der 21-jährige macht eine Ausbildung zum Werkzeugmaschinenspaner beim SOS-Berufsausbildungszentrum in Detmold. Am Montag führte er sein Können einem ganz besonderen Besucher vor: Klaus Brandner, der Arbeits- und Sozialpolitische Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion besuchte die Einrichtung. Mit Leiter Frank Möllers sprach er über das Angebot des Ausbildungszentrums, das Problem der Jugendarbeitslosigkeit und auch über die vielen gewerblichen Ausbildungszentren, die sich inzwischen bei der Bundesagentur für Arbeit bewerben, damit Jugendliche bei ihnen Maßnahmen absolvieren können.
Es sind wesentlich mehr Jugendliche auf der Suche nach einem Ausbildungsplatz, als es überhaupt Plätze gibt. „In der Region OWL ist die Situation besonders problematisch“, weiß Klaus Brandner. Nicht nur deshalb empfindet der Politiker das SOS-Berufsausbildungszentrum als besonders wichtig. Jungen Menschen in schwierigen Lebenslagen, die zur Erreichung eines erfolgreichen Ausbildungsabschlusses besondere Hilfe brauchen, sind bei den 60 fachkompetenten Mitarbeitern an der richtigen Adresse.
„Jeder der hier angebotenen Ausbildungsberufe ist von den zuständigen Kammern anerkannt. Die Ausbildung erfolgt im dualen System, das heißt, der praktische Teil findet im SOS-Berufsausbildungszentrum beziehungsweise bei entsprechender Leistungsfähigkeit im Verlauf der Ausbildung auch in einem gewerblichen oder Dienstleistungsbetrieb statt“, erläuterte Frank Möllers seinem Gast das Konzept. „Der theoretische Teil der Ausbildung wird in der zuständigen Berufsschule absolviert. Die Prüfung wird von der zuständigen Kammer durchgeführt.“
In insgesamt neun Bereichen bildet das SOS-Berufszentrum aus, einige davon besichtigte Klaus Brandner vor Ort. Er schaute den werdenden Gärtnern beim Pflanzen zu, besichtigte die Metallwerkstatt und bewunderte die Produkte der Tischler. „Die Qualität der Ausbildung hier ist auf einem sehr hohen Niveau“, lobte der Bundestagsabgeordnete Ausstattung, Räumlichkeiten und Fachkräfte. 230 junge Frauen und Männer absolvieren derzeit eine Ausbildung in der Einrichtung, 78 weitere nehmen an Berufsvorbereitungsmaßnahmen teil.
„Gerade Jugendlichen, die durch diverse Gründe benachteiligt sind, wird hier eine echte Perspektive gegeben“, beobachtete der Bundestagsabgeordnete. Er suchte den direkten Kontakt zu den jungen Menschen und ließ sich vor Ort von Auszubildenden wie Marco erklären, was sie lernen. „Mir gefällt die Ausbildung super, es macht Spaß“, verriet der werdende Werkzeugmaschinenspaner. Solche Aussagen sind es wohl, die die Mitarbeiter des SOS-Berufsausbildungszentrums so hoch motiviert arbeiten lassen.
„Dabei wird es wirklich nicht einfacher in diesem Bereich“, stellte nicht nur Frank Möllers im Gespräch mit Klaus Brandner klar, auch Bereichsleiter und Betriebsratsvertreter gaben dem Politiker einen Wunsch mit auf den Weg: „Die Ausschreibungspraxis muss sich ändern.“ Alle drei Jahre bewerben sich Weiterbildungsinstitute bei der Bundesagentur für Arbeit darum, bestimmte Maßnahmen ausrichten zu dürfen. „Wir haben den Eindruck, dass der Preis der Anbieter zu sehr entscheidet und die Qualität der Ausbildungen hier vor Ort nicht gesehen wird“, so Frank Möllers Erfahrung.
„Ich habe mich schon vor Jahren sehr aktiv eingebracht, als es um die Festlegung von Ausschreibungsbedingungen ging“, betonte Brandner. „Der Preis darf nicht das bestimmende Kriterium sein.“ Die politischen Weichen seien lange falsch gestellt worden. Wer sich in der heutigen Zeit einen Platz auf dem Arbeitsmarkt sichern wolle, der müsse qualitativ hochwertige Qualifikationen vorweisen. „Nur so können unsere Jugendlichen auf dem Markt bestehen“, betonte der Arbeits- und Sozialpolitische Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion. Er nahm zahlreiche Eindrücke aus dem SOS-Berufsbildungszentrum mit. Wie der 21-jährige Marco die Begegnung mit Klaus Brandner nicht vergessen wird, wird sicherlich auch Klaus Brandner die Stunden in Detmold in Erinnerung behalten und sich weiterhin mit seiner Politik für mehr Ausbildungsplätze für Jugendliche stark machen.