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Kreis Gütersloh, 26. April 2006
Gemeinsam Jugendlichen eine Perspektive bieten
Klaus Brandner lud Betriebsräte und Gewerkschafter zum Gespräch ein
Kreis Gütersloh. „Um in der Gesellschaft etwas zu bewegen, sind viele Menschen nötig, die sich gemeinsam für ihre Ziele einsetzen und Hand in Hand arbeiten“, davon ist der Arbeits- und Sozialpolitische Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion, Klaus Brandner, überzeugt. Als SPD-Kreisvorsitzender lud er nun zum zweiten Mal Betriebsräte und Gewerkschafter aus der Region ein, sich mit ihm und anderen Sozialdemokraten über wichtige Anliegen zu verständigen. Als wichtiges Thema kristallisierte sich die Jugendarbeitslosigkeit heraus und der Mangel an Ausbildungsplätzen.
25.000 Jugendliche suchen in OWL eine Ausbildung, aber lange nicht genug Plätze sind vorhanden. „Was soll jungen Leuten angeboten werden, wie bieten wir ihnen eine Perspektive und machen Mut?“, fragten die Gewerkschaftsvertreter von ver.di, IG Metall, IG Bau und NGG nicht nur den Abgeordneten Klaus Brandner, sondern auch ein wenig sich selbst. „Um auf breiter Ebene etwas zu bewegen, müssen wir uns gegenseitig unterstützen“, betonte der Arbeits- und Sozialpolitische Sprecher. „Ich bin davon überzeugt, dass wir den gesellschaftlichen Prozess nur in gemeinsam fortsetzen können.“
Aufgeschlossen aber nicht unkritisch gingen die Betriebsräte und Gewerkschaftsvertreter auf den Politiker zu, berichteten aus ihren Betrieben und von ihren Erfahrungen. „Resignation bringt uns nicht weiter, das ewige schlecht reden bringt niemandem etwas und macht den Jugendlichen auch keinen Mut“, ermahnte Heinrich Echterdiek von der IG Bau seine Diskussionspartner. Ihm stimmte Klaus Brandner zu. „Der ganz besondere Ehrgeiz unserer Politik gilt der Bekämpfung der Jugendarbeitslosigkeit“, so der Verler. „Wir brauchen gut ausgebildete, hoch motivierte, kreative junge Menschen, damit wir unser Land auch im 21. Jahrhundert erfolgreich gestalten können.“
In seinen Ausführungen verwies der SPD-Kreisvorsitzende auf die Verabredungen der großen Koalition, die Ausbildungs- und Beschäftigungschancen von Jugendlichen deutlich zu verbessern und die Jugendarbeitslosigkeit nachhaltig zu senken. In Zukunft solle kein Jugendlicher länger als drei Monate ohne Arbeit oder Weiterbildung sein.
„Die Gewerkschaften sollen sich daran beteiligen, gemeinsam mit Politik und Unternehmen die Voraussetzungen am Arbeitsmarkt für junge Menschen zu verbessern“, stellte Klaus Brandner eine wichtige Rolle der Gewerkschaften heraus.
Besonders kritisch wurde im Rahmen des Treffens die Situation in den Berufskollegs im Kreis angesprochen. „Wir verwenden viel Kraft darauf, mehr Plätze für Jugendliche dort zu schaffen, das ist immer noch besser als gar keine Beschäftigung“, berichtete die Vorsitzende der SPD-Fraktion, Ulla Ecks, aus dem Kreistag. Sie erinnerte aber nachdrücklich daran, dass die Unternehmen in die Pflicht genommen werden müssten Ausbildungsplätze anzubieten. Viele Ideen und Eindrücke gaben die Betriebsräte und Gewerkschafter Klaus Brandner mit auf die politische Reise. Der Bundestagsabgeordnete freute sich sichtlich über den sehr engagierten und konkreten Austausch. „Mir liegt sehr viel daran, im Gespräch zu bleiben und von euch zu hören“, machte der Kreisvorsitzende seine Anerkennung für die Arbeit der Kollegen deutlich.