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Pressemitteilung:

Berlin, 08. März 2006

Prognosen können nicht gekürzt werden

Zu Medienberichten über eine angebliche "Schrumpf-Rente" erklärt der Sprecher der Arbeitsgruppe Arbeit und Soziales der SPD-Bundestagsfraktion, Klaus Brandner:

Fest steht, die jährlichen Prognosen der Rentenversicherungsberichte ermöglichen, die Bilanzierung und Planung der Rente. Wichtig ist dabei das Verhältnis von Bruttolöhnen und Bruttorenten. Die Rente wird an die jeweilige Lohnentwicklung angepasst. Ändern sich die volkswirtschaftlichen Daten, so ändern sich auch die jeweiligen Prognosen für Folgejahre. Die Bildzeitung bezieht sich auf einen zehn Jahre alten Bericht, der aktuelle Entwicklungen noch gar nicht berücksichtigen konnte. Ein Vergleich der alten Prognose mit der des neuen Rentenversicherungsberichts ist deshalb unsinnig. Richtig ist, dass das Verhältnis von Bruttolohn zu Bruttorente nach wie vor stimmt.

Im Rentenversicherungsbericht 1995 wurde für das Jahr 2009 eine monatliche Eckrente von 1.510 Euro vorausgesagt. Der Rentenversicherungsbericht 2005 geht von einer Eckrente im Jahr 2009 in Höhe von rund 1.180 Euro aus. Das sind 78 Prozent der vorausgesagten Werte.

In vergleichbarer Weise haben sich auch die Bruttoentgelte der Beschäftigten entwickelt. Der Rentenversicherungsbericht 1995 hat für 2009 ein Bruttoentgelt in Höhe von rund 39.336 Euro vorausgesagt, heute werden für 2009 30.787 Euro erwartet. Das sind auch 78 Prozent der vorausgesagten Werte.

Im Ergebnis entsprechen sich also die Abweichungen sowohl bei der vorhergesagten Bruttorente als auch bei den Bruttoentgelten. Grund für die Entwicklung ist, dass zum Zeitpunkt des Rentenversicherungsberichts 1995 noch von höheren Wachstumsraten bei den Entgelten - und damit automatisch auch bei den Renten - ausgegangen wurde.

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