Meldung:
Kreis Gütersloh, 06. Februar 2006
Brandner trifft: Berthold Huber
90 Besucher kamen zur Veranstaltung im Parkhotel
Aktivität ist für die Gesellschaft überaus wichtig und muss gefordert werden – da sind sich der Vorsitzende der Kreis-SPD und Bundestagsabgeordnete Klaus Brandner und sein Gast, der zweite IG Metall-Vorsitzende Berthold Huber einig. Im Gütersloher Parkhotel sprachen die beiden Männer am Mittwochabend über Gerechtigkeit, die Rolle von Politik und die sich verändernden Rahmenbedingungen in der Welt. Sehr kritisch und offen diskutierten Huber und Brandner nicht nur miteinander, auch die Besucher aus dem Kreis kamen zu Wort. Sie stellten Fragen, gaben Denkanstöße und erzählten von ihren ganz persönlichen Erfahrungen. Eine Gesprächsrunde nicht nur mit viel Inhalt, sondern auch viel Herzblut.
Politik mit Bodenhaftung, Politik für Menschen aus der Region, Politik als Thema der offenen Auseinandersetzung – all das ist dem SPD-Kreisvorsitzenden Klaus Brandner sehr wichtig. Der Verler ist auch noch Erster Bevollmächtigter der IG Metall in Gütersloh und Bundestagsabgeordneter. Obwohl diese Funktionen manchmal schwierig zu vereinen sind, ist Klaus Brandner eins immer ganz wichtig: Die Nähe zu den Menschen. Um mit Bürgern aus Gütersloh und Umgebung ins Gespräch zu kommen, lädt der engagierte Politiker und Gewerkschaftler regelmäßig zu »Brandner trifft …«, einer Veranstaltungsreihe, deren Anliegen es ist, Informationen zu vermitteln und einen offenen Dialog über Themen dieser Zeit anzuregen. Dieses Mal traf Klaus Brandner auf einen Kollegen, nämlich den zweiten Vorsitzenden der IG Metall, Berthold Huber.
In zwei roten Sesseln saßen sich die beiden Hauptpersonen auf einer kleinen Bühne gegenüber, eine sehr angenehme und familiäre Atmosphäre lag in der Luft. Mit zu dieser Familie gehörte das große Publikum, bei dem der bürgernahe Dialog auf äußerst positive Resonanz stieß. Berthold Huber präsentierte sich als Mann mit Kampfgeist, mit Idealen, Standfestigkeit und Offenheit im Denken. Deutlich betonte er nicht nur die Rechte der Arbeitnehmer, sondern forderte auch, etwas gegen die hohe Arbeitslosigkeit zu tun. „Die Ausgrenzung keine Arbeit zu haben ist mit das Schlimmste, was den Menschen passieren kann, viele werden deshalb krank“, schilderte Huber. Besonders bedrücke ihn die hohe Jugendarbeitslosigkeit und die Entwicklung hin zu einer Welt, in der Aktionäre aus der Wirtschaft alle Macht hätten. Huber formulierte auch einen Wunsch an die Politik: „Ich hoffe, dass die große Koalition dafür sorgt, dass die Spaltung der Gesellschaft nicht weiter zunimmt.“
Dass ein Umbauprozess von Nöten sei, betonte Klaus Brandner, wies aber auch darauf hin, wie schwierig es sei, sein Gerechtigkeitsempfinden und den sozialen Gedanken immer im politischen Handeln durchzusetzen. Die große Koalition mache dieses Ziel nicht leichter. Problemorientiert redeten die Gesprächspartner über die Agentur für Arbeit, das nicht investierte Geld aus dem vergangenen Jahr. „Es ist doch nicht nur Aufgabe der Politik für die finanziellen Mittel zu sorgen, sondern auch die der Gewerkschaft, dass Bewusstsein für die Wichtigkeit von Weiterbildung zu schärfen“, gab der Bundestagsabgeordnete zu bedenken und stieß bei Berthold Huber auf offene Ohren. Der Gewerkschaftler wusste, dass lange nicht so viele Berufstätige Weiterbildung in Anspruch nehmen, wie es das Weiterbildungsgesetz ermöglicht. „Das Problem ist, dass die hoch qualifizierten Kräfte regelmäßig Qualifizierungsmaßnahmen absolvieren, aber die restlichen Mitarbeiter fast nie.“
Im Austausch mit dem Publikum wurden die Themen vertieft. Klaus Brandner und Berthold Huber referierten nicht nur, sondern nahmen die Gäste mit, erläuterten ihre Ideen so, dass sie berührten. Herzlich bedankte sich Klaus Brandner beim Publikum: „Die Bereitschaft zu handeln und aktiv zu werden haben sie heute durch ihr Kommen bewiesen.“