Pressemitteilung:
Berlin, 28. Dezember 2005
Mitarbeiterbeteiligung kann einen positiven wirtschafts- und beschäftigungspolitischen Beitrag leisten
Zu der vom Bundespräsidenten Horst Köhler angeregten Diskussion um eine Beteiligung der Arbeitnehmer am Ertrag beziehungsweise Produktivvermögen, erklärt der arbeitsmarkt- und sozialpolitische Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion, Klaus Brandner:
Mitarbeiterbeteiligungen können - wenn sie richtig gemacht sind - einen positiven wirtschafts- und beschäftigungspolitischen Beitrag leisten. Sie sind ein wichtiger Teil der Unternehmenskultur und können Arbeitnehmern und Arbeitgebern gleichermaßen zugute kommen. Arbeitgeber profitieren von der höheren emotionalen Bindung an das Unternehmen und von den zusätzlichen Motivationseffekten. Die Eigenkapitalausstattung des Unternehmens kann sich verbessern.
Die Vorteile der Arbeitnehmer hängen entscheidend von der Gestaltung ab. Wichtig ist aus Sicht der SPD, dass die Arbeitnehmer Sicherheiten haben auch im Insolvenzfall. Unbedingt geklärt sein muss, was mit dem Vermögen passiert, wenn der Arbeitnehmer das Unternehmen wechselt. Erstrebenswert ist aus Sicht der Arbeitnehmer darüber hinaus, dass mit der Mitarbeiterbeteiligung auch ein stärkeres Mitspracherecht verbunden ist. Wenn die Mitarbeiterbeteiligung einen Beitrag zur Altersvorsorge leisten sollte, müssten die Bedingungen wie zum Beispiel zum Insolvenzschutz oder Übertragbarkeit bei Unternehmenswechsel noch restriktiver sein. Wenn es gelingt, diese Bedingungen zu erfüllen, dann lohnt es sich an einer verbesserten Mitarbeiterbeteiligung zu arbeiten.