Pressemitteilung:
Kreis Gütersloh, 16. Dezember 2005
CB Chemie und Biotechnologie ausgezeichnet
Gütersloher Unternehmen erhält Materialeffizienzpreis des Bundeswirtschaftsministeriums
Klaus Brandner: Materialeffizienz als Einsparpotenzial unterschätzt
Am 8. Dezember wurde in Berlin zum zweiten Mal der „Deutsche Materialeffizienz-Preis“ des Bundesministeriums für Wirtschaft und Technologie vergeben. Unter den fünf Preisträgern ist auch die CB Chemie und Biotechnologie GmbH aus Gütersloh.
Die CB Chemie und Biotechnologie GmbH aus Gütersloh, die chemo-technische Spezialprodukte für Industrie und Handwerk entwickelt, produziert und vertreibt, wurde ausgezeichnet für das anwenderfreundliche, umweltgerechte und wirtschaftliche Reinigungsgerät Bio Circle.
In seiner Eigenschaft als wirtschaftspolitischer Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion hatte der Gütersloher Bundestagsabgeordnete Klaus Brandner in der letzten Legislaturperiode den Materialeffizienzpreises mitinitiiert und maßgeblich mit vorangetrieben. Daher freut sich Klaus Brandner ganz besonders über die Auszeichnung für das heimische Unternehmen: „Wenn es um Kostensenkung geht, konzentrieren sich Unternehmer meistens nur auf die Personalkosten. Dabei machen die Personalkosten im verarbeitenden Gewerbe lediglich etwa 25 % der Kosten aus. Der größte Kostenfaktor ist hingegen der Kostenblock Material mit durchschnittlich 40 % der Bruttoproduktionskosten. Nur wenigen ist bewusst, dass die Materialkosten ein wesentlicher Kostenfaktor in der Industrie sind und ein großes Einsparpotenzial haben.“ So hofft Klaus Brandner, der auch arbeitsmarkt- und sozialpolitischer Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion ist, dass der Preis insbesondere kleine und mittlere Unternehmen anregt, die Kostensenkungspotentiale einer verbesserten Materialeffizienz zu erkennen und zu nutzen.
„Dieses erhebliche Einsparpotenzial liegt teilweise brach und sollte dringend erschlossen werden. Insbesondere bei kleinen und mittleren Unternehmen gibt es deutliche Defizite bei der Materialeffizienz. Dort fehlt es meist an Wissen und Zeit, um sich dieses Einsparpotenzials bewusst zu werden - von seiner Erschließung ganz zu schweigen.“
Der effizientere Einsatz von Material kann nicht nur für den einzelnen Betrieb die Wettbewerbsfähigkeit steigern. Laut Brandner kann sich der effizientere Materialeinsatz auch gesamtwirtschaftlich positiv auswirken: „Der effiziente Umgang mit Material erhöht die Wettbewerbsfähigkeit der betroffenen Branchen, entlastet die Umwelt und vermeidet damit Kosten für die Allgemeinheit. Darüber hinaus ermöglicht der effiziente Materialeinsatz eine höhere Auslastung der Betriebe und schafft so Wettbewerbsvorteile. So führt Materialeffizienz auch zu mehr Beschäftigung in Deutschland.“
Das Bundeswirtschaftsministerium stellt 20 Mio. Euro für ein Förderprogramm bis Ende 2007 bereit, um durch ein Förderprogramm kleine und mittlere Unternehmen zu unterstützen, diese Einsparpotenziale zu erkennen und zu heben. Dadurch wird die Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Wirtschaft verbessert und gleichzeitig der Druck auf die Lohnkosten gesenkt.