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Pressemitteilung:

Berlin, 07. September 2005

Ein Gewinn für den Textilhandel

Der internationale Handel braucht verlässliche Regeln
Endlich haben sich die EU und China im Handelsstreit um Textilimporte aus China geeinigt. Das ist sehr zu begrüßen. Die Bundesregierung und die SPD-Bundestagsfraktion haben sich sehr für diese Lösung eingesetzt. Der Handel erhält damit Rechtssicherheit. Es ist der EU gelungen, einen Kompromiss zwischen den Produzenteninteressen innerhalb der EU und den Interessen des Handels zu finden, der die unerträgliche Lagerung der Importe beim Zoll zumindest kurzfristig überwindet. Der Einzelhandel kann nun hoffentlich baldmöglichst die Waren für den Verkauf erhalten. Deshalb muss alles getan werden, damit die Zollabwicklung schnell und unbürokratisch vonstatten geht. Insbesondere werden unsere heimischen Textil-Unternehmen, wie z.B. Gerry Weber in Halle, von der jetzt gefundenen Regelung profitieren.

Was sind die Lehren aus diesem Streit? Das Wichtigste im internationalen Handel ist Verlässlichkeit. Die Unternehmen machen Verträge im Vertrauen auf geltende Regeln. Diese darf man nicht ständig aufgrund kurzfristiger Wünsche von betroffenen Einzelinteressen ändern. Die EU-Kommission und die Mitgliedstaaten sind aufgefordert, nach diesem Krisenmanagement schnellstmöglich eine dauerhafte Lösung für den Textilhandel zwischen China und der EU zu finden. Des Weiteren hat dieser Konflikt deutlich gemacht, wie sensibel das System des internationalen Handels ist. Deshalb muss alles getan werden, damit die WTO-Ministerkonferenz im Dezember 2005 in Hongkong Fortschritte bringt.



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